Langatmiger Auftakt zum rasanten Abschluss.
Powerless ist eine Reihe, die mich vor ca. 2 Jahren aus einem richtigen Leseloch wieder in das Romantasy-Genre gebracht hat, wofür ich dankbar bin. Die Bücher hatten schon immer hier und da ihre Makel, aber dennoch mag ich sie. Entsprechend gespannt habe ich auf Band 3 gewartet, nachdem der zweite Teil in einem unerwarteten Cliffhanger endete.Ziemlich schnell musste ich beiFearless feststellen, dass die Spannung, die ich von den ersten beiden Bänden gewohnt war, ziemlich raus war. Zunächst dachte ich noch, es würde lediglich daran liegen, dass für mich so viel Zeit zwischen dem Beenden vonReckless und dem Start vonFearless lag. Doch auch nachdem ich mich in der Welt von Ilya wiedergefunden habe, fiel es mir noch immer schwer die Spannung zu spüren.Erst in den letzten 100 Seiten kamen die Nervenkitzel wieder hoch, auf die ich die ganze Zeit gewartet habe - leider sehr spät. Genau hier finden auch die Aufklärungen über die gesamte Handlung vonFearless statt. Zugegeben, nicht alles habe ich kommen sehen und fand einige der Twists durchaus gelungen. Nichtsdestotrotz waren zwei Drittel des Buches eine Mischung aus gehetzt und gleichzeitig zäh. Ich denke die Autorin hätte sich einen Gefallen getan einige Handlungsstränge näher zu beleuchten (wie die neuen Orte und Menschen, die Paedyn entdeckt) und anderen weniger Aufmerksamkeit zu schenken, um die richtige Balance zu finden.Ungefähr dasselbe kann ich über Adenas Rolle in der gesamten Reihe sagen. Zwar findet Adena inFearless endlich mehr in Paedyns Leben und Gedanken statt, doch eben zu spät. Ich werde das Gefühl nicht los, als wäre Adena inPowerless undReckless vergessen worden und erst in Band 3 hat sich die Autorin erinnert Adenas trauriges Schicksal mehr einzuweben.Allgemein wirkte der Plot vonFearless sehr inszeniert auf mich. Das war es inhaltlich zum Teil auch, kam mir aber nicht richtig vor beim Lesen konstant den Eindruck von "das wirkt alles so gestellt" zu haben. Selbst die Beziehung von Paedyn und Kai - die ich in den ersten zwei Teilen sehr mochte - fühlte sich so erzwungen nach "verbotener Liebe" an, dass mir die Szenen der beiden nicht mehr dieselbe Freude bereiteten.Zwar war das Ende in sich schlüssig, so ganz zufrieden war ich damit dennoch nicht. Es kam mir zu drastisch, zu dramatisch und zu abrupt vor.