
Martin Zenck porträtiert den 2024 verstorbenen Wolfgang Rihm als einen kosmopolitischen Komponisten, der auf der Welthaftigkeit der Musik und auf der Freiheit des Komponierens kompromisslos besteht. Der Autor legt eine breite Darstellung des Rihm schen uvres vor: der Lieder, der Instrumentalmusik, des sakralen Werks sowie des zentralen Nietzsche-Komplexes und vor allem des Musiktheaters: von der Artaud-Trilogie und der Hamletmaschine nach Heiner Müller bis hin zu den Opern, die Rihm auf der Textbasis von Goethe ( Proserpina ) und Hölderlin ( Oedipus ) verfasst hat.
Gegenüber der Deutungshoheit und kraftvoll-energetischen Sprache Rihms findet dieses Buch seinen eigenen methodischen Ansatz, indem es zwar der Selbstinterpretation des Komponis
Inhaltsverzeichnis
Einleitung: »Das Werk weiß immer mehr als der Autor«. - Die Stimme(n) des Gedichts: Klavier- und Ensemblelieder. - Der Nietzsche-Komplex. - Sakrale Werke: Spiritualität und Transzendenz. - Widmungs- und Gedenkstücke. - Die Artaud-Trilogie und die Theaterpoetik von Antonin Artaud. - Heiner Müllers Hamletmaschine. - Das Musiktheater Oedipus: Mythos-Kommentare von Hölderlin, Müller, Nietzsche und Rihm. - Das Monodrama Proserpina nach Johann Wolfgang Goethe. - Klavier- und Ensemblemusik. - Der Zyklus »Über die Linie«: Intermediale Reflexionen über Strich, Zeichnung, Geste und Textur. - Neue Musik im Film. - Das Nicht-mehr-Schöne und das Noch-Schöne: Die Musik Wolfgang Rihms vor und nach der Kehre. - Anhang.
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