Weihnachten im Winterwunderland mit vielen Alpen Traditionen und ganz viel Zusammenhalt
Dies ist bereits der vierte Advent, in dem mich der kleine Weihnachtsdrache und seine menschlichen Freunde begleiten. Und nachdem ich letztes Jahr Band 3 - "Spekulatius und das Lebkuchenwunder" - in den Himmel gelobt habe, muss ich zugeben: Der Autor hat sich selbst übertroffen!Ich empfehle zuerst die beiden anderen Spekulatius Bücher zu lesen, da man so erfährt, wie die Kinder zu Spekulatius kommen und Anspielungen auf die letzten Bände versteht.Cover/Gestaltung: Wie alle Spekulatius Bücher ist auch dieser Band ganz zauberhaft illustriert. Mit wundervoll gewählten Farben und runden Konturen strahlen Cover und Innenleben eine Wärme aus, wie ich es mir von weihnachtlichen Kinderbüchern wünsche. Ich liebe die Gestaltung der Spekulatiusbücher, aber dieses Buch ist in Sachen Illustration mein Favorit.Schreibstil: Das Buch ist in 24 Kapitel aufgeteilt, so dass man es wie einen Adventskalender lesen kann. Die Kapitel sind nur ein paar Seiten lang, so dass sich jeden Tag ein Kapitel lesen lässt. Bei Adventskalenderbüchern dürfen die Kapitel meiner Meinung nach nicht zu lange ausfallen. Der Schreibstil ist kindgerecht, aber nicht kindisch, sodass es mir als Erwachsene Freude bereitet hat, das Buch zu lesen. Geschichte: Spekulatius kommt ein viertes Mal im Advent zu Mats und Matilda. Damit sich die Geschichten um den Weihnachtsdrachen nicht wiederholen, schickt der Autor die Familie zu Onkel Urs in die Berge. Dort erleben Mars, Mathilda und Spekulatius einen Advent wie im Märchen. Sie rodeln zur Schule, schmücken mit der Dorfgemeinschaft den großen Weihnachtsbaum, essen Germknödel, Käsefondue und Apfelstrudel. Sie besteigen einen Berg und wohnen auf einer abgeschiedenen Berghütte. Als der Dorfchristbaum gestohlen wird, vermuten viele den Schneeriesen Gletschi. Mathilda, Mats, Spekulatius und die neue Freundin Resi machen sich auf die Suche nach dem Schneeriesen und dem wahren Dieb.Mats und Matilda sind wunderbare Protagonist:innen, die sich durch ihren Zusammenhalt, ihre Kreativität und ihren Mut auszeichnen. Spekulatius ist ein Drache zum Gernhaben und sorgt für viele Lacher. Es geht um Familienzusammenhalt, Freundschaft, weihnachtliche Traditionen in den Alpen und um ein kritisches Thema: Tourismus in den Bergen. Den Kindern wird der Unterschied zwischen ruhigen Orten in den Bergen und kommerziellem Skitourismus gut dargelegt. Trotz der rechtmäßigen negativen Darstellung lauter Skihotels, wird die Relevanz von Tourismus für die Ortsansässigen nicht verschwiegen. Dem Autor gelingt ein hervorragender Spagat zwischen diesen Polen.Im Vergleich: Bei den ersten beiden Spekulatius Bänden hatte ich doch einiges zu kritisieren. Band 3 und Band 4 sind deutlich besser und kohärenter erzählt als die ersten Bücher. Dieses Buch unterscheidet sich allein durch das fantastische Setting in den Bergen und macht ganz viel Vorfreude auf Weihnachten. Fazit: Ein wunderschön illustriertes Kinderbuch, das sich ganz hervorragend als Adventskalender lesen lässt. Dieses Buch entführt uns in eine weihnachtliche Winterwunderwelt voller Schnee und Zauber.