Es ist dieses unerschütterliche Selbstvertrauen, das mir so auf die Nerven geht. Als würde ihnen die Welt gehören.
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Der Großteil von Nocturna lebt in Armut. Doch nicht die Gebundenen, Menschen die mit riesigen Schattenwölfen verbunden sind und die Kriegerelite des Landes bilden. Meryn hat keinerlei Interesse daran sich diesen Leuten anzuschließen bis ihre kleine Schwester entführt wird. Um sie zu retten, meldet Meryn sich freiwillig als Soldatin, stellt sich dem brutalen Auswahlverfahren und den Schattenwölfen. Und gerät dabei in etwas, dass viel größer ist, als geahnt.
In was für ein Ungeheuer verwandelt mich dieser Ort?
Wenn ich endlich meine Schwester gefunden habe, wird sie mich dann überhaupt noch wiedererkennen.
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Dire Bound ist auf jeden Fall ein Buch, dass ins Auge fällt. Nicht nur, dass es ein wirklich dicker Wälzer ist, auch der Farbschnitt hat mir persönlich sehr gut gefallen. Der Klappentext klang sehr verlockend, weil ich alles um das Thema Wölfe einfach super gerne mag und daher auch einfach nicht an diesem Buch vorbeikonnte ^-^
Meryn ist ein starker Charakter, die ein hartes Leben führt, verantwortlich für ihre kleine Schwester und eine kranke Mutter. Als ihre Schwester entführt wird, bricht für sie eine Welt zusammen und Meryn trifft eine folgenschwere Entscheidung.
Ich mochte das Setting sehr, die Idee einer Arme aus Wolfsgebundenen die gegen einen Vampir artigen Feind kämpfen müssen, der die Landesgrenzen bedroht. Von der Handlung war ich auch sehr fein mit dem Buch und auch der Schreibstil war gut. Allerdings hat mir für Meryn eine Charakterentwicklung gefehlt bzw. die die sie durchgemacht hat, hat mir nicht gefallen. Gewalt wurde hier sehr normalisiert und hingenommen, Menschen Freunde sterben auf grausamste Art. Anfangs ist Meryn noch angewidert, doch dann tötet sie selbst und wird immer mehr, wie die Anderen ohne das selber schlimm zu finden.
Der Sinn in dem Töten erschließt sich mir überhaupt nicht, es geht darum eine Arme zu erschaffen und doch basiert alles hier auf Argwohn und Konkurrenzkampf, anstatt auf einem gemeinsamem Feind. Über diesen Feind erfährt man super wenig, obwohl das ja eigentlich Teil der Ausbildung sein müsste. So etwas wie Geschichtsunterricht o.ä. gibt es nicht, dafür aber jede Menge S-Partys.
Meryn wird von ihrem Ausbilder schlimm verprügelt, trotzdem ist klar, dass er letztendlich ihr Love Interest werden wird. Der Spice Anteil war mir viel zu hoch, die Seiten hätte ich lieber für den Weltenaufbau gehabt. Leider hat sich mir einiges einfach nicht erschlossen.
Aber der Schreibstil war gut und das Buch ohne die Kritikpunkte durchaus unterhaltsam. Viel Potential, aber nicht völlig ausgeschöpft für meinen Geschmack.
Verschwunden ist die raubeinige Straßenkämpferin aus dem Armenviertel. Ihren Platz hat eine anmutige Frau angenommen, die Macht ausstrahlt und aussieht, als könnte sie einen Mann ebenso leicht verführen wie verprügeln.
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