Ein Pageturner mit gewissen Schwächen.
Dies ist mein zweites Buch von Scarlett St. Clair und für mich hat sie hier einiges viel besser gemacht, dennoch hat Terror at the Gates seine Schwächen.Zum Inhalt:Lilith ist die Tochter einer mächtigen Familie in der heiligen Stadt Eden. Doch sie weigert sich ihren vorbestimmten Weg als brave Ehefrau einzuschlagen. Deswegen sucht sie Zuflucht in Nineveh, einem anderen Bezirk der Stadt, um sich dort mit Diebstählen über Wasser zu halten. Leider beklaut Lilith eines Nachts den Falschen und ein rätselhafter Dolch findet den Weg in ihren Besitz. Der Dolch scheint dunkle Mächte zu haben und bringt nichts als Ärger. Da sucht Lilith Hilfe bei Zahariev, dem Herrscher von Nineveh und dem einzigen Mann, der ihr je etwas bedeutet hat. Gemeinsam wollen sie die düstere Wahrheit hinter dem Dolch aufdecken.Scarlett St. Clair hat hier wirklich ein tolles Setting erschaffen, dessen Potenzial leider nicht ganz ausgeschöpft wurde. Die Welt ist düster und interessant, aber man erfährt leider viel zu wenig darüber. Allgemein werden viele Dinge aufgegriffen, die zunächst eine Rolle spielen, dann jedoch in Vergessenheit geraten. Das fand ich schade, weil es der Geschichte meiner Meinung nach mehr Tiefe gegeben hätte. In erster Linie geht es aber um die Love-Story, was nicht verkehrt ist, weil diese wirklich gelungen war. Insgesamt war die Geschichte abwechslungsreich und trotz langer Kapitel ist man schnell durchgekommen. Aber es bleiben viele Fragen offen und ich hoffe, dass diese in Band 2 ausreichend Beachtung bekommen.Die Kosenamen in diesem Buch empfand ich leider als unpassend und was als Slow-Burn angefangen hat, endete in einem Spice-Feuerwerk. Das war nicht so ganz mein Fall. Auch Lilith hatte ihre Schwächen und kam mir manchmal ziemlich unreif vor, hatte dann aber wiederrum Szenen, in denen ich sie über alle Maßen bewundert habe.