Vampire, Drachen, Dark Academy und eine herrlich knisternde Enemies to Lovers Romance. Medra und Blake haben mich komplett gepackt. ¿¿¿
Ich glaube, bei On Wings of Blood war es diese ganz besondere Mischung, die mich so schnell bekommen hat. Vampire, Drachen, eine düstere Academy, Machtspiele und eine Beziehung, bei der man sich zunächst wirklich fragt, wie diese beiden Menschen jemals miteinander klarkommen sollen. ¿¿Medra wacht in einer völlig fremden Welt auf und hat nicht einmal die Möglichkeit, in Ruhe herauszufinden, was eigentlich mit ihr passiert ist. Statt Antworten bekommt sie noch mehr Fragen und landet schliesslich an der Bloodwing Academy, wo Vampire die Macht haben und sie als Seuchengeborene alles andere als willkommen ist.Und dann ist da Blake Drakharrow.Arrogant, kalt, gefährlich und definitiv nicht der Mann, mit dem Medra freiwillig etwas zu tun haben möchte. Dass ausgerechnet er eine so grosse Rolle in ihrem Leben spielen soll, macht die Situation natürlich nicht einfacher. ¿Was ich an Medra so geliebt habe, ist, dass sie sich trotz ihrer Situation nicht einfach kleinmachen lässt. Sie hat Angst, sie ist überfordert und weiss selbst nicht, wem sie vertrauen kann - aber sie gibt nicht auf. Gerade diese Mischung aus Verletzlichkeit und Widerstandskraft hat sie für mich unglaublich sympathisch gemacht.Und Blake ... ach Blake. ¿Ich habe ihn wirklich nicht immer mögen wollen. ¿ Seine Art ist manchmal zum Haare raufen und trotzdem konnte ich mich seiner Ausstrahlung überhaupt nicht entziehen. Gerade weil man bei ihm nie genau weiss, was hinter seiner kalten Fassade steckt, war ich ständig neugierig auf seine nächsten Entscheidungen.Die Dynamik zwischen den beiden war für mich eines der grössten Highlights. Dieses ständige Aneinandergeraten, die Wortgefechte, der Widerstand und gleichzeitig diese Anziehung, die sich immer wieder dazwischenschleicht. Ich habe ihre Entwicklung unglaublich gerne verfolgt, weil sich die Gefühle nicht einfach plötzlich verändern. Vertrauen muss hier wirklich erarbeitet werden - und genau dadurch haben sich die emotionalen Momente für mich umso schöner angefühlt. ¿¿Für mich ist On Wings of Blood eine Geschichte über¿ ein Erbe, das gefährlicher ist, als man zunächst ahnt¿ Macht und die Menschen, die bereit sind, dafür alles zu tun¿ Vertrauen, das man sich erst verdienen muss¿ Gefühle, die dort entstehen, wo eigentlich nur Feindschaft sein sollte¿ und den Mut, sich nicht von anderen bestimmen zu lassen.Die Bloodwing Academy hat mir als Schauplatz unglaublich gut gefallen. Sie fühlt sich nicht wie eine gemütliche magische Schule an, sondern wie ein Ort, an dem ständig etwas auf dem Spiel steht. Vampire, Seuchengeborene, Hierarchien, Prüfungen und Intrigen sorgen dafür, dass Medra eigentlich nie wirklich zur Ruhe kommt.Und natürlich haben mich die Drachen besonders neugierig gemacht. ¿ Gerade weil Medras Verbindung zu ihnen so eng mit ihrer Herkunft und ihrer Vergangenheit verbunden ist, wollte ich immer mehr darüber erfahren. Für mich war genau dieses Geheimnis einer der Punkte, die mich durch das Buch getragen haben.Was ich ebenfalls sehr mochte, waren die Nebenfiguren. Sie geben der Geschichte trotz der düsteren Atmosphäre immer wieder etwas Wärme. Gerade diese kleinen Momente von Freundschaft und Zusammenhalt haben mir gezeigt, dass es nicht nur um Macht und Überleben geht.Ich habe während des Lesens so oft gedacht: Medra, bitte vertrau ihm nicht ... und gleichzeitig wollte ich unbedingt wissen, was Blake tatsächlich vorhat. ¿ Genau dieses Wechselbad der Gefühle hat für mich hervorragend funktioniert.Und dann kam das Ende.Ich war gleichzeitig glücklich, aufgewühlt und völlig ungeduldig, weil ich jetzt natürlich wissen möchte, wie es weitergeht. ¿¿On Wings of Blood hat für mich einfach sehr viel richtig gemacht. Ich habe Medra ins Herz geschlossen, mich über Blake aufgeregt, bei ihrer Dynamik mitgefiebert und mich in diese düstere Welt voller Vampire und Drachen verliebt.Für mich ein echtes Romantasy-Highlight und genau die Art von Reihenauftakt, bei der ich nach dem letzten Kapitel nicht bereit bin, die Welt schon wieder zu verlassen. ¿¿¿¿¿¿¿¿¿