Bitte mehr davon ¿¿¿
Was für ein absolutes Highlight! Wings of Blood hat mich vom ersten Moment an gefesselt und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Der Plot ist unglaublich spannend, das Pacing hervorragend und Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf.Mit Medra erwartet euch eine Protagonistin, die unglaublich stark, selbstbewusst, fierce und schlagfertig ist, wodurch die Dialoge immer auch eine gute Prise Humor mitbringen. Sie lässt sich nicht so schnell unterkriegen und setzt sich kompromisslos für ihre Freunde sowie für Gerechtigkeit ein. Besonders sympathisch fand ich dabei die emotionale und weiche Seite, die einen schönen Kontrast zu ihrer schlagfertigen und starken Persönlichkeit bildet. Ihr ausgeprägter Beschützerinstinkt gegenüber ihren Freunden sowie ihr Hass auf Ungerechtigkeit verleihen ihrem Charakter noch einmal das gewisse Etwas.Manchmal wirkt Medra zwar etwas naiv, ihre neugierige Art konnte ich jedoch sehr gut nachvollziehen. Schließlich befindet sie sich plötzlich in einer völlig neuen Umgebung voller Herausforderungen und erhält wichtige Informationen nur häppchenweise. Kein Wunder also, dass sie versucht, Antworten zu finden und immer tiefer in die Geheimnisse ihrer neuen Welt einzutauchen.Und dann, meine lieben Leute, ist da noch Blake. Oh mein Gott. Der klassische Grumpy-Typ. Relativ schnell wird jedoch deutlich, dass dieses grummelige Auftreten eher eine Fassade ist und sich dahinter ein deutlich weicherer Kern verbirgt. Zudem steckt in ihm weit mehr Tiefe, als man zunächst vermuten würde. Für die Menschen und Dinge, die ihm wichtig sind, ist er bereit, Wege zu gehen, die moralisch nicht immer einwandfrei sind. Die meiste Zeit konnte ich sein Handeln gut nachvollziehen. Einige seiner Entscheidungen sind zwar durchaus fragwürdig, dennoch reichte nichts davon aus, um ihn unsympathisch wirken zu lassen. Als MMC ist er mir absolut ans Herz gewachsen. Vor allem die Dialoge zwischen ihm und Medra haben mir unglaublich gut gefallen.Neben diesen beiden komplexen und sympathischen Protagonisten gibt es auch einige Nebenfiguren, deren Geschichten ebenfalls spannend sind. Ich bin sehr gespannt, inwieweit ihre Rollen im weiteren Verlauf noch relevant sein werden und welchen Einfluss sie letztlich auf den Plot haben.Besonders positiv hervorheben möchte ich außerdem das Worldbuilding. Dieses wird so geschickt und unterschwellig in die Handlung eingeflochten, dass man nie von einem Übermaß an Informationen erschlagen wird. Stattdessen taucht man gemeinsam mit Medra immer tiefer in diese faszinierende Welt ein. Dazu kommen ein atmosphärisches Dark-Academia-Setting, Drachen, Drachenreiter, eine angenehm düstere Atmosphäre sowie vampirische Elemente - eine Mischung, die einfach alles vereint, was das Romantasy-Herz höherschlagen lässt.Das Finale gipfelt schließlich in einem unglaublich starken Ende, das genau die richtige Mischung aus Spannung und offenen Fragen bietet, sodass man am liebsten sofort zur Fortsetzung greifen möchte.Von mir gibt es definitiv eine klare Leseempfehlung!