Es war mein erstes Buch der Autorin, aber sicherlich nicht mein letztes.
Angesprochen hat mich das Buch tatsächlich aufgrund der Thematik der Nachkriegsgeschichte und des Schauortes, da meine Eltern selbst aus der Lüneburger Heide, speziell aus Celle und Umgebung, stammen, wo Teile des Buches spielen und wo ein Großteil meiner Familie lebt.
Das Buch ist auf verschiedenen Zeitebenen geschrieben. Was mich persönlich am meisten berührt hat, ist, dass es keine erfundene Geschichte ist, sondern eng mit der Familie der Autorin verbunden ist.
Am Anfang bin ich etwas schwer hineingekommen, da die Ebenen wechseln und es sehr viele Personen gibt. Dabei hat mir jedoch das Personenverzeichnis geholfen.
Besonders interessant fand ich, dass es keine klassische Täter-Opfer-Geschichte ist, sondern von dem erzählt, was danach kommt: was bleibt, welche Spuren solche Taten hinterlassen und was sie aus den Menschen machen. Vor allem zeigt das Buch, dass Totschweigen nicht verhindert, dass diese Taten geschehen sind, und dass die Wahrheit irgendwann zurückkehrt.
Die Charaktere, insbesondere Inge in jungen und alten Jahren sowie ihre Enkelin Nora, sind absolut greifbar. Menschen, die man auf eine Art und Weise sehr schnell lieb gewinnt.
Mich persönlich hat dieses Buch stark berührt, und ich spreche hierfür eine klare Empfehlung aus.