Neapel im 15. Jahrhundert, ein prächtiger Palast und ein Mann, der trotz seines Einflusses längst nicht sicher ist. Klingt komfortabel? Tja, von wegen! Arnau Estanyol muss erleben, dass die gefährlichsten Feinde manchmal mitten in der eigenen Familie sitzen.
Besonders reizvoll ist die Verbindung aus geschichtlichen Ereignissen und den persönlichen Kämpfen der Figuren. Falcones zeichnet eine Welt, in der Loyalität keine Selbstverständlichkeit ist, Macht ihren Preis fordert und Rache schwerwiegende Folgen hat. Hinter politischen Interessen stehen Menschen mit Hoffnungen, Ängsten und verletzlichen Seiten. Genau das gibt der Geschichte ihr emotionales Gewicht.
Bei gut 1.000 Seiten braucht man allerdings Sitzfleisch. Das ist kein Roman für zwischendurch, sondern ein Historienepos, in das man sich hineinfinden muss. Wer auf jeder Seite rasantes Tempo erwartet, dürfte etwas Geduld brauchen.
Unterm Strich erzählt Das Monument der Hoffnung von Liebe, Verrat und der Frage, wem man vertrauen kann. Ein imposantes Stück Historienkino für alle, die gern in vergangene Zeiten eintauchen und auch vor menschlichen Abgründen nicht zurückschrecken.