"...Eine frische Brise fuhr über Lenes Arme, kleine Wellen umspülten ihre Füße und zerriebene Muscheln piksten in die Fußsohlen..."
Mit diesen Zeilen beginnt ein sommerleichtes Jugendbuch. Der Schriftstil passt zur Zielgruppe. Er lässt sich flott lesen. Zu Beginn werden die Protagonisten mit Bild und kurzer Charakteristik vorgestellt. In der vorderen Umschlagseite befindet sich eine Karte des Handlungsortes, der Insel
Rosenholm.
Die Eltern von Lene und Elsa führen auf der Insel die Pension Silbermöwe. Die beiden Mädchen helfen gern. Backen ist eines von Elsas Hobbys. Trotzdem bleibt ihnen genug Zeit, die Ferien zu genießen.
Nicht alle Gäste wissen, wie man sich in einer Pension benimmt. Ein kleines Mädchen schmeißt ihren Blaubeerjoghurt auf Elsa, weil es zum Frühstück keine Bärchenwurst gibt. Und die Reaktion der Eltern?
"...Sie weigert sich eben, wenn ihr etwas nicht passt. Die Mutter strich sich die langen braunen Haare zurück und lachte künstlich. Und das ist auch gut so..."
Lene möchte gern an einem Schreibwettbewerb teilnehmen. Sie träumt davon, einmal Journalistin zu werden. Noch aber sucht sie ein passendes und spannendes Thema. Mehrere gehen ihr durch den Kopf, aber keines scheint fesselnd genug. Außerdem hat sie zur Zeit ein anderes Problem. Sie mag Mats. Und er? Schwer zu sagen!
Amba ist die Freundin der Geschwister. Sie unternehmen viel gemeinsam. Amba hat einen guten Blick für Mode. Sie zeigt viel Geschick, Kleidung aufzupeppen.
Zu den Gästen gehört auch Frida mit ihrer Mutter. Anfangs wirkt das Mädchen unnahbar. Doch das sollte sich ändern. Mit ihren Hund findet sie Kontakt zu Mats, der ebenfalls oft am Hundestrand unterwegs ist. Das facht Lenes Eifersucht an.
Durch die Rangerin Nora, Mats`große Schwester, werden Themen des Umweltschutzes angesprochen. Ein Selfie mit einem Seehundbaby zum Beispiel ist ein Unding.
"...Der Seehund hat menschliche Gerüche an sich. Heißt: Die Mutter wird ihr Junges nicht mehr annehmen..."
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist eine schöne Freundschaftsgeschichte, die auf leichte Art die Probleme Jugendlicher thematisiert.