Ich habe bisher noch kein Buch über "Die Schule der magischen Tiere" gelesen, kenne daher weder die ursprüngliche Reihe, noch die "Ermittelt"-Reihe für Erstleser (2. Lesestufe) mit Detektivgeschichten. Im achten Fall geht es um einen Einbruch bei Frau Rettich. Spuren werden gesichert und die Ermittlungen der Kinder und magischen Tiere läuft auf Hochtouren. Da gibt es durchaus ein paar schöne Ideen. So sind die roten Flecke, die vielleicht Blut sein könnten, dann zum Glück doch nur Marmelade. Das Ermitteln der kleinen Detektive zusammen mit Eisbär Murphy macht Spaß, aber ich mochte die Auflösung leider nicht. Spoiler: Der Einbruch wurde durch Frau Rettich selbst inszeniert, da sie nicht zum Zahnarzt wollte. Meiner Meinung nach, braucht man kein Erstleserbuch für Kinder ab 6 Jahren, in dem ein Erwachsener so furchtbare Angst vor Zahnarzt hat, denn dann könnten Kinder auf die Idee kommen, selbst Angst vor dem nächsten Besuch zu haben. Auch der Hinweis, Frau Rettich würde dort ja eine Spritze bekommen, kann bei Kindern eher Angst auslösen. Erziehungsberechtigte sollten daher selbst einschätzen, ob diese Auflösung das Kind stören/verängstigen könnte oder nicht. Da der Kinderkrimi für die 2. Lesestufe geschrieben wurde, besitzt er kurze Sätze, eine größere Schrift und viele Illustrationen. Das Bild-Text-Verhältnis finde ich für das empfohlene Lesealter richtig. Fazit: Die Detektivgeschichte ist eigentlich schön, aber die Auflösung kann meiner Meinung nach bei Kindern Angst vorm Zahnarzt auslösen. Das hat meinen Geschmack nicht getroffen.