Bereits die Leseprobe hatte mich in ihren Bann gezogen! Und so war ich unglaublich gespannt auf die Lektüre des gesamten Romans Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg. Im Mittelpunkt steht Thilda, eine junge Frau in den Anfangsjahren der DDR. Sie ist absolut überzeugte Sozialistin, quasi ein Muss nach den schlimmen Erfahrungen, die ihr Vater während des Naziregimes machen musste. Zu Beginn der Geschichte verschwindet Thildas beste Freundin Rena spurlos. Thilda macht sich auf die Suche nach ihr und muss feststellen, dass alles, was die Freundin ihr über sich erzählt hat, nicht den Tatsachen entsprochen hatte. Doch warum, und was steckt dahinter? Eva Kranenburg erzählt eine wahnsinnig spannende Geschichte über eine junge Frau, im Laufe der Handlung ihre eigenen Überzeugungen in Frage stellen muss, um sich selbst klar zu werden, wer sie ist, und wie sie zum System der jungen DDR steht, das sie bis dato extrem verklärt hat. Die Autorin hat einen ganz wunderbaren sogartigen Schreibstil, der mich in die Story hinein gezogen hat. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, einfach großartig! Am Ende löst Eva Kranenburg auf, was Fiktion und was historische Wirklichkeit ist in ihrem Buch, auch das hat mir gut gefallen! Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung für alle Fans von historischen Romanen, die nebenher noch etwas über die eigene deutsche Geschichte erfahren möchten! Danke an die Autorin für perfekte Leseunterhaltung!