Es ist erstaunlich, dass eine Frau, die einen solch harten Bruch in der Kindheit durchleben musste, ihr Urvertrauen nicht verloren hat.
Ich bewundere Haya Molch für ihre Art, fremden Menschen so offen und unvoreingenommen zu begegnen.
Sie erzählt in diesem Buch über ihre Kindheit, wie sie langsam erwachsen wurde. Woraus damals ihre Welt bestand. Märkte, Lebensmittel, Gewürze Düfte, Gerüche und die unterschiedlichsten Menschen standen dabei sehr oft im Mittelpunkt.
Haya erzählt ihre Lebensgeschichte fesselnd und lebendig.
Man erfährt, warum sie so ist, wie sie ist.
Zahlreiche zufällige Begegnungen endeten in Partnerschaften, Kooperationen und lebenslangen Freundschaften.
Haya ist beflissen und hat eine einladende Art, mit der sie viele Menschen für sich gewinnen konnte.
Egal wer sie ansprach, sie wittert gleich eine neue Geschäftsidee. Nicht weil sie gierig wäre, sondern weil sie neugierig war und bis heute ist. Wenn es bei den Anfragen um Essen geht ist sie sowieso gleich Feuer und Flamme.
Neben der Lebensgeschichte mit zahlreichen privaten Fotos von damals bis heute geht es natürlich auch um das Essen.
Ich war schon immer neugierig, was die Levante Küche beinhaltet. Für mich war das bisher ein Mysterium. Hier bekomme ich nicht nur durch die ausgewählten Rezepte einen Eindruck. Durch Hayas Erzählkraft lerne ich sämtliche regionale und kulturelle Besonderheiten kennen.
Das Essen aus der Levante ist geprägt von unterschiedlichsten Einflüssen. Gewürze und Aromen sowie Traditionen und Bräuche spielen eine tragende Rolle.
Ich gebe zu, dass mir die Rezepte fremd sind und ich sicher nur wenige davon ausprobieren würde.
Aber Hayas Leben hat mich schon immer interessiert. So kam ich sehr auf meine Kosten.