Kriminalpsychologin Sophia schenkt sich selbst zum 45. Geburtstag ein Wochenende auf Gut Immenhof. Denn dies ist ihr Sehnsuchtsort, der sie an die Filme ihrer Kindheit erinnert. Doch der Schrecken ist groß, als sie nach einer Retro-Party und viel Alkohol in ihrem Zimmer wach wird und neben sich auf dem Kissen die abgetrennte Hand ihres Ex-Freundes findet. Sie weiß nicht, wer dafür verantwortlich ist. Ihre einzige Erinnerung besteht darin, daß sie am Tag zuvor noch den perfekten Plan hatte, ihren Ex spurlos verschwinden zu lassen. Ansonsten: Filmriss!
Mit "Filmriss auf Immenhof" nimmt Karsten Dusse seine Leser mit auf eine nostalgische Reise zum Gut Immenhof, dem Schauplatz früherer Pony-Romantik. Die Handlung st etwas langatmig, Spannung kam hier für mich nicht richtig auf. Vielmehr lebt dieses Buch von seinem guten schwarzen Humor und der Authentizität rund um den Immenhof. Karsten Dusse hat einen genialen schwarzen Humor, bei dem man streckenweise schon noch einmal nachlesen muß, ob das wirklich so da steht. Manchmal ist er halt auch etwas speziell, aber meinen Nerv hat er stets getroffen. Mit seinen Beschreibungen des Immenhofes hält er sich detailgetreu an die realen Schauplätze und dortigen Gegebenheiten. Hier stimmt alles und man kommt sich vor, als wenn man selbst dort wäre. Angefangen beim Haus bis hin zum Museum hat der Autor gut recherchiert. Der Schreibstil ist richtig flott lesbar und macht Spaß. Mit Sofia wurde ich zwar nicht richtig warm, aber ich habe ihre Handlungen trotzdem gern verfolgt und es hat Spaß gemacht, mit ihr die Immenhof-Romantik zu spüren!