Mitte der 1920er-Jahre, zwischen einer Nervenheilanstalt vor den Toren Edinburghs und einem Leuchtturm weit vor dem argentinischen Festland: In den Nachbeben des ersten Weltkrieges gehen zwei Männer ihren jeweils eigenen Weg der Vernunft und Moral, bis der eine zum Patienten des anderen wird. Im Angesicht des allgegenwärtigen Grauens beginnen Wahn und Wirklichkeit zu verschwimmen.
Edinburgh in den 1920ern: Der Psychiater Dr. Pierce erprobt innovative Hypnosemethoden an seinen Kriegsversehrten Patienten, als eines Nachts der Vorstand des Northern Lighthouse Board an die Pforten seiner Nervenheilanstalt klopft. Er ersucht Heilung für den Ingenieur David Bradley. Seit Bradley von der Inspektion des argentinischen Leuchtturms Goliaths Auge zurückgekehrt ist, verfällt er, kaum von seiner Zwangsjacke befreit, stumm in manische Schwimmbewegungen. Einziges Zeugnis der vergangenen Wochen ist sein Tagebuch, das Grausames erahnen lässt. Dr. Pierce ist fasziniert - Bradleys Heilung soll ihm als sein Meisterstück zu internationaler Anerkennung verhelfen. Doch auch seine eigene Vergangenheit wirft schwarze Schatten, und je tiefer er sich in den Fall versenkt, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen Psychiater und Patienten, zwischen Wahn und Wirklichkeit.