Hat sich angefühlt, als hätte da noch ein bisschen mehr sein können.
Ich weiß nicht so Recht, wie ich hier starten will. Fangen wir vielleicht damit an, dass mir das Buch insgesamt gut gefallen hat. Ich mochte die Idee, das Worldbuilding, die Spinnenlilien ganz besonders.Bei den Charakteren bin ich mir etwas unschlüssig. Es hat mir gefallen, dass hier unterschiedliche Kulturen beleuchtet wurden, was mir allerdings gefehlt hat waren die Beziehungen zu den Charakteren. Es gab viele Erklärungen, wer jemand ist und wie jeder zu jedem steht, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass mir das im Buch auch gezeigt wird. Auch die Liebesgeschichte zwischen Veda und Hiram hat sich für mich so angefühlt, als hätte da irgendwie "mehr" sein können, als wäre Potential da, das alles tiefer zu beleuchten. Plötzlich waren sie mehr oder weniger ein Paar und ich habe es kaum mitbekommen. Man könnte sagen, hier fehlt etwas das Feingefühl.Gestört hat mich vor allem das immense Infodumping zu Anfang des Buches. Das ist vielleicht auch bisschen Geschmackssache, aber ich habe es gerne, wenn mir die Welt durch die Augen der Charaktere erklärt wird. Nicht durch den Autor in Form ellenlanger Passagen, die ich persönlich nicht wirklich behalten konnte.Trotzdem hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen, die Prämisse war auf jeden Fall sehr spannend, auch wenn ich nicht mit einem komplett befriedigten Gefühl aus dem Buch herausgegangen bin.Es ist aber auf jeden Fall ein Lesen wert, ich habe mir Zeit gelassen und es immer häppchenweise gelesen.