Wer könnte am besten über das Thema Zensur berichten als jemand, der sie am eigenen Leib erfahren hat. Ai Weiwei setzt sich für Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Unterdrückung ein und warnt eindringlich vor Zensur. Dafür saß er 2011 in China 81 Tage in Haft. Was ist Zensur eigentlich? Welche Auswirkungen hat sie und was ist das Ziel? In Artikel 5 unseres Grundgesetzes heißt es zwar: " Eine Zensur findet nicht statt", doch wer hält sich heute noch an das Grundgesetz? Denken wir nur einmal an die Corona - Zeit zurück . . . na, klingelts? Doch warum übt der Staat Zensur aus? Aus Angst und um das Bestreben der Bevölkerung nach der Wahrheit einzuschränken? Ideologien, Stimmen oder Äußerungen die nicht mit dem Maimstream konform gehen werden unterdrückt, die Selbstentfaltung der Menschen wird eingeschränkt. Zensur ist also nichts anderes als die Kontrolle und das Verbot von Meinungen, Texten, Bildern etc. durch den Staat, mit dem Ziel den freien Austausch von Ideen zu behindern oder unliebsame Imformationen und Kritik zu unterdrücken. So wird bestimmt welche Informationen existieren dürfen und welche nicht. Information ist jedoch eine wichtige Säule der Gesellschaft, welche allerdings zunehmend ihre wesentliche Funktion verliert. Wo findet man heute noch verlässliche Informationen? Fehlen jedoch bestimmte Blickwinkel, bleibt das Denken in festen Grenzen gefangen. So wird nicht nur kritisches Denken zerstört, sondern auch die Fähigkeit zwischen Recht und Unrecht, Gut und Böse, sowie Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Es entsteht eine Gesellschaft ohne Bewußtsein, Motivation, Handlungsfähigkeit und Urteilsvermögen. Doch wer beginnt zu schweigen, aus Angst etwas falsches sagen zu können, der hat bereits verloren. Aus der Angst wird Gehorsam. Mensche passen ihr Verhalten an, um Konflikte zu vermeiden. Wer Strafen fürchtet, gewöhnt sich leicht daran, kritische Gedanken gar nicht erst zu Ende zu denken oder auszusprechen. Wer aber aufgibt nach der Wahrheit zu streben, der sollte sich fragen, ob er tatsächlich noch in einer Demokratie lebt. Was derzeit in Sachen Zensur in diesem unserem Land geschieht, ist schlicht und ergreifend die Strategie eines autoritären Staates Zensur ist der natürliche Feind menschlichen Denkens, während sie die Macht derer schützt, die Fehler gemacht haben, diese zuzugeben jedoch nicht bereit sind. Wir leben im Zeitalter von Big Data. Längst ist die Massenüberwachung fester Bestandteil unseres Lebens geworden. Und durch den rasanten technischen Fortschritt wird dies akzeptiert. Unser Smartphone weiß wo wir uns aufhalten, mit wen wir in Kontakt stehen. Durch Überwachung lassen sich die kleinsten Details unseres Lebens analysieren. Konsumverhalten, vernetzte Haushaltsgeräte, selbst unser Auto sammelt Daten über unseren Alltag und unsere Gewohnheiten. Jeden einzelnen Schritt den wir tun. Der Mensch als Sklave des Systems. Man sieht, was mit Menschen um einen herum passiert. Die besten Argumente bewirken nichts, außer Distanz. Man will sich nicht verstellen, aber auch nicht ständig gegen die selbe Wand anrennen. Aber man merkt, wie sich Menschen von sich selbst entfernen. Dabei wäre es so einfach, Dinge zu recherchieren, zu hinterfragen. Man wird bewußter, man denkt anders und MAN LEBT FREIER ! ! ! Doch bezahlt man dafür einen Preis: Freundschaften werden leiser, Familientreffen anstrengender, Freunde mit denen man einst durch Dick und Dünn gegangen ist, distanzieren sich. Manchmal fühlt es sich an, als sei das die Strafe dafür, dass man wach geworden ist