Das ferne Feuer

Roman. Originaltitel: A Door in the Earth. Umschlagbild von Lost with Purpose/Alexandra Reynolds. Mit…
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Die ehrgeizige Berkeley-Studentin Parvin Schams fühlt sich zwischen den liberalen Ideen ihrer charismatischen Professorin und den Erwartungen ihres konservativen afghanisch- amerikanischen Umfelds hin- und hergerissen. Da eröffnet ihr ein Buch eine u … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Das ferne Feuer
Autor/en: Amy Waldman

ISBN: 3895611689
EAN: 9783895611681
Roman.
Originaltitel: A Door in the Earth.
Umschlagbild von Lost with Purpose/Alexandra Reynolds.
Mit Lesebändchen.
Übersetzt von Brigitte Walitzek
Schoeffling + Co.

2. Februar 2021 - gebunden - 496 Seiten

Beschreibung

Die ehrgeizige Berkeley-Studentin Parvin Schams fühlt sich zwischen den liberalen Ideen ihrer charismatischen Professorin und den Erwartungen ihres konservativen afghanisch- amerikanischen Umfelds hin- und hergerissen. Da eröffnet ihr ein Buch eine ungeahnte Möglichkeit, die Theorie in die Praxis umzusetzen und ihre Bestimmung zu finden: Ein Arzt erzählt darin von seinem humanitären Engagement für afghanische Frauen. Parvin ist so begeistert, dass sie für seine Stiftung arbeiten und zugleich ihre Wurzeln erkunden will. Doch vor Ort entdeckt sie, dass die von ihm erbaute Geburtsklinik leer steht und die Bewohner des Dorfes sich seltsam abweisend verhalten. Nach und nach findet Parvin im Gespräch mit ihnen heraus, was es damit auf sich hat. Als Parvins Professorin vertrauliche E-Mails ungefragt veröffentlicht, eskaliert der schwelende Konflikt zwischen Einheimischen und ihren selbsternannten Wohltätern. Erneut muss Parvin entscheiden, wo sie steht.

Was bestimmt, wer wir sind und wo wir hingehören? Wie formen die Medien unseren Blick auf die Welt? Und können wir unsere Vorurteile je ablegen? Wie in ihrem gefeierten Roman »Der amerikanische Architekt« stellt sich Amy Waldman den brennenden Fragen unserer Gegenwart in einer packenden und überraschenden Geschichte.

Portrait

Amy Waldman, Jahrgang 1969, leitete acht Jahre lang das Südasienbüro der New York Times und war dort Korrespondentin für The Atlantic. Ihr Roman »Der amerikanische Architekt« wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Brooklyn.

Brigitte Walitzek, geboren 1952, lebt in Berlin. Seit 1986 ist sie Übersetzerin, u. a. von Margaret Atwood, Peter Behrens, Jane Bowles, Margaret Forster, Germaine Greer, Carson McCullers, Beverley Nichols, Jeanette Winterson und Virginia Woolf.

Pressestimmen

»Einer der beeindruckendsten Romane, die ich seit langem gelesen habe.«
Thea Dorn, Das Literarische Quartett

»Ein sehr spannender Roman. ( ) Sehr mitreißend geschrieben, mit viel Klarsicht und Weitsicht«
Juli Zeh, Das Literarische Quartett

»Ein ungeheuer gutes Porträt sowohl in sozialer wie in politischer Sicht«
Sybille Lewitscharoff, Das Literarische Quartett

»Ein lesenswerter Roman«
Jagoda Marinic, Das Literarische Quartett

»So düster die Schicksale, so erhellend dieser Roman.«
Julia Möhn, Emotion

»Amy Waldman kennt Afghanistan aus eigenem Erleben. Ihr Roman Das ferne Feuer zeigt ein Land, dem mit westlichen Vorstellungen nicht beizukommen ist.«
Hannes Hintermeier, FAZ

» Das ferne Feuer ist ein leidenschaftlicher Roman über die Einsicht in unsere moralischen Grenzen. In einer Zeit, in der wir uns durch die sozialen Medien für allwissend halten, ist diese Einsicht wertvoller denn je.«
The New York Times

»Dieser kraftvolle neue Roman von Amy Waldman steckt voller brisanter Erkenntnisse.«
New York Times Book Review

»In ihrem ungeheuer erhellenden zweiten Roman legt Amy Waldman beharrlich Schicht um Schicht kultureller Prägungen frei, um auszuloten, welche Folgen es für Menschen hat, wenn die USA ihre angeblich gütige Macht ausüben.«
BBC

»Mit klarem Blick, aber ohne dabei zynisch zu werden, erzählt Amy Waldman in diesem packenden Roman von persönlicher Motivation, naiver Gutgläubigkeit und moralischer Verwirrung und deren dramatischen Konsequenzen.«
The Washington Post

»Wieder ist sie stark, wenn sie reportagenhaft die Gegebenheiten vor Ort schildert.«
Ulrich Steinmetzger, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung vom 03.02.2021

Unter den Ärmsten der Armen

Amy Waldman kennt Afghanistan aus eigenem Erleben. Ihr Roman "Das ferne Feuer" zeigt ein Land, dem mit westlichen Vorstellungen nicht beizukommen ist.

Die amerikanische Journalistin Amy Waldman beschrieb vor zwanzig Jahren in einem Artikel für die "New York Times" ihre Schwierigkeiten, in Afghanistan mit vollverschleierten Frauen ins Gespräch zu kommen. Sie selbst, die ihr Gesicht zeigte, wurde nach den Jahren der Taliban-Herrschaft angestarrt von Frauen wie Männern, als hätte man noch nie ein weibliches Antlitz erblickt. Diese Eindrücke haben sie nicht losgelassen.

Nach ihrem Romandebüt "Der amerikanische Architekt" (F.A.Z. vom 4. Februar 2013), in dem sie virtuos durchspielte, gegen welchen Generalverdacht Muslime in Amerika nach dem 11. September 2001 zu kämpfen hatten, widmet sie sich in ihrem zweiten Roman abermals den Folgen jenes Terroranschlags: "Das ferne Feuer" handelt von einer Studentin der medizinischen Anthropologie an der Universität Berkeley, die aus Gründen in ein Dorf reist, die sie mit vielen jungen Menschen aus dem Westen teilt - einmal kurz die Welt retten und nebenbei vielleicht Material für die Masterarbeit abstauben.

Ein wenig anders liegt der Fall aber doch. Die zweiundzwanzigjährige Parvin Schams ist in erster Generation Amerikanerin, ihre Eltern flohen aus Kabul und landeten, nicht sehr privilegiert, in Union City. Parvins Mutter ist, als die Geschichte einsetzt, unlängst verstorben und der Vater wenig angetan, als ihm seine Tochter eröffnet, sie wolle für mehrere Monate nach Afghanistan reisen. Auslöser dafür ist die Lektüre eines Buches. Der Augenarzt Gideon Crane, Ehebrecher und Honorarbetrüger, hat sich zur Buße seiner Schuld als Helfer nach Afghanistan begeben. Als ihm der Versuch misslingt, eine gebärende Frau zu retten, baut er als Wiedergutmachung eine Klinik in ihrem Dorf und schreibt ein Buch über seine Wohltätermission: "Mother Afghanistan" wird ein Millionenseller, Crane ein humanitärer Star, seine Stiftung steinreich.

Parvin ist elektrisiert von Buch und Autor, es gelingt ihr, im Auftrag der Stiftung nach Afghanistan zu reisen, um den Fortschritt in der Bekämpfung der Müttersterblichkeit zu dokumentieren. Das Dorf, "ein idyllisches, von Ausländern unberührtes Fleckchen Erde", lebt ohne die Segnungen der Moderne. Nur ein Haus verfügt über einen dieselbetriebenen Generator, fließendes Wasser gibt es nicht. Zurückgeworfen auf einfachste Lebensverhältnisse - Handy und Yogamatte entpuppen sich als überflüssig -, entdeckt Parvin die Kraft ihrer fünf Sinne und der Stille, die Abwesenheit von "Berieselung mit Neuigkeiten aus dem Leben anderer", von Multitasking und Internet. "Das Dorf war wie von jeder Schrift reingewaschen. Welche Verwendung hätten die Dorfbewohner für Beschriftungen gehabt? Die meisten von ihnen konnten nicht lesen, und abgesehen davon brauchten sie keine derartigen Hinweise in einem Ort, in dem sie ihr ganzes Leben verbracht hatten." Parvin dagegen entstammt einer Kultur, in der das Lesen "vielleicht das einzige angelernte Verhalten" ist, "das so unwillkürlich wurde wie Atmen".

Die unverschleierte Kalifornierin taucht ein in den zehrenden Alltag der Muslimas, in Eifersüchteleien, Streitereien, aber auch in Zuneigung und Fürsorge. Sie beginnt, Cranes Buch vorzulesen, spricht mit Zeitzeugen, und je mehr sie erfährt, desto klarer wird, dass darin so ziemlich alle Details falsch bis frei erfunden sind.

Waldman montiert diese kursiv gesetzten Passagen aus dem fiktiven Buch "Mutter Afghanistan" geschickt in den Erzählfluss. Cranes Märchen ist ein Echo auf den amerikanischen Philanthropen Greg Mortenson, dessen Buch "Three Cups of Tea" (2008) ein auch ins Deutsche übersetzter Welterfolg war - bis die Reporterlegende Jon Krakauer mit dem nicht ins Deutsche übersetzten Buch "Three Cups of Deceit" (2011) die Luft aus der Sache ließ. Auch Mortenson ließ seiner Phantasie freien Lauf - gestört hat das niemanden, schon gar nicht jene Wohltäter, die auf Amerika komm raus Schulen und Kindergärten in Afghanistan gebaut haben. Viele dieser Einrichtungen ereilte das gleiche Schicksal wie die Klinik Cranes, ein strahlend weißer Bau am Ortsrand, der so aussieht, als zöge er sich demnächst einen Sonnenbrand zu. Das Haus steht leer, einmal die Woche nimmt eine Ärztin aus der nächsten Stadt den beschwerlichen mehrstündigen Weg in die Berge auf sich, um den Frauen zu helfen - männliche Ärzte aufzusuchen ist ihnen verboten.

"Das ferne Feuer" nimmt eine Wendung, als amerikanische Soldaten auftauchen und verkünden, der Präsident der Vereinigten Staaten habe beschlossen, aus der beinahe unpassierbaren Schotterpiste eine solide Straße zu machen, von der alle nur profitieren könnten. In Wirklichkeit handelt es sich um eine Propaganda-Aktion, um im Land der "gütigen" Besatzungsmacht die Stimmung pro Kriegseinsatz lebendig zu halten. Und so beginnen unumstößliche Wahrheiten des Westens, die Parvin in sich trägt, zu bröckeln.

Der für die deutsche Übersetzung gewählte Titel macht sich kleiner als das Original: "A Hole in The Earth" ist ein Zitat aus der Ilias-Nachdichtung "Memorial" (2011) der gegenwärtigen Inhaberin der Oxforder Poetik-Professur, Alice Oswald. Über Paris, der durch die Entführung Helenas den Trojanischen Krieg lostrat, heißt es da: "Er öffnete eine Tür in der Erde / Und eine ganze Generation ging hinein." Amy Waldman verkoppelt den Roman auch noch an anderer Stelle mit der Antike, wenn sie Parvin und Trotter das Theseus-Paradoxon erörtern lässt, von dem zuerst Plutarch berichtet: Verliert ein Schiff - ein Gegenstand - seine Identität, wenn nach und nach alle Einzelteile ausgetauscht werden?

Waldman will mehr als eine in Romanform umgegossene journalistische Story. Ihr Kernthema ist die Frage, wie mit den Ärmsten der Armen, muslimischen Frauen in patriarchalischen Gesellschaften, umzugehen sei. Eine bündige Antwort liefert sie nicht, stattdessen die Einsicht, dass unsere Moral hier an Grenzen stößt. Die Vereinigten Staaten kommen nicht gut weg in dieser Geschichte aus einem Land, das bis heute keinen Frieden gefunden hat. Oberflächliche Freundlichkeit und guter Wille werden als etwas dekonstruiert, das keine Substanz hat: Es nutzt nichts, Kliniken und Schulen zu bauen, wenn hinterher kein geschultes Personal bezahlt werden kann, um die Einrichtungen zu betreiben.

Der Straßenbau der Besatzer wird Ziel von Sabotageakten, und je länger die Geschichte sich in den Herbst hineinzieht, desto klarer wird Parvin, dass sie ein störendes Element in der Dorfgemeinschaft ist. Sie gehört zu beiden Kulturen, und damit zu keiner. Waldman lastet der schmalen jungen Frau ein bisschen viel Schicksal auf, nicht alle ihre am Ende immer heroischeren Kraftanstrengungen wirken psychologisch noch überzeugend, und manchmal muss sie auch als reine Ideentransporteurin herhalten. Auch wirkt das Finale im Stil oft gesehener Kriegsfilmbilder mit Hubschraubereinsatz dick aufgetragen. Aber im Vergleich zu dem Panorama, das Waldman auffaltet, und zu den Fragen, die sie stellt, wiegen diese Einwände wenig.

HANNES HINTERMEIER

Amy Waldman:

"Das ferne Feuer". Roman.

Aus dem Englischen von Brigitte Walitzek. Verlag Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2021. 496 S., geb.

© Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt.
Bewertungen unserer Kunden
von A.S. - 13.03.2021
Ein kluger Gesellschaftsroman, der einem zum Nachdenken auffordert, über naive Gutmenschen, kulturelle Vorurteile und darüber, ob Gutes tun wollen auch immer gut ist. Ein komplexer Roman, der nie langweilig ist, mit Protagonisten die man am liebsten weiter verfolgen möchte, wie alte Bekannte!
Erwachsen werden in Afghanistan
von Xirxe - 04.03.2021
Inspiriert von einem Bestseller in den USA, in dem ein Arzt schildert, wie er Frauen in Afghanistan hilft, reist die junge Berkeley-Studentin Parvin in das Heimatland ihrer Eltern, um diese Arbeit zu unterstützen. Doch die Realität des kleinen Dorfes über das geschrieben wurde, ist weit von dem entfernt, was Parvin sich vorgestellt hat. Die von Spenden erbaute Klinik steht leer, da kein Personal bezahlt wird. Und viele der im Buch erzählten Geschichten stehen im Widerspruch zu dem, was die im Dorf Lebenden berichten. Parvin ist eine weitgehend typische Vertreterin ihrer Generation: voller Idealismus und Begeisterungsfähigkeit, wenn es darum geht, Gutes in der Welt zu tun. Ohne Zweifel an ihren Vorbildern, Professorin Banerjee und dem Arzt Crane, die sie zu dieser Reise ermutigen, reist sie nach Afghanistan um dort mit einer Welt konfrontiert zu werden, die sie sich in den USA nicht im Entferntesten hat vorstellen können. Die Armut der Menschen; die bestehenden und von Allen akzeptierten Hierarchien im Dorf (insbesondere die Stellung der Frauen in der Gemeinschaft); der Glaube an die Nichtbeeinflussbarkeit des Schicksals - und die ganz offenbar nicht so positiven Auswirkungen des Aufenthaltes von Crane. Amy Waldman, die Afghanistan durch ihre Tätigkeit als Leiterin der Büros der New York Times in Neu-Delhi kennt, weiß um die Zwiespältigkeit vieler Hilfsangebote für die Armen, bei denen die tatsächlichen Bedürfnisse der Betroffenen meist keine Rolle spielen. Häufig dient die Unterstützung nur dazu, die Spender in gutem Licht dastehen zu lassen und ist viel zu oft nicht von langer Dauer - siehe leerstehende Schulen und Kliniken, für die es kein Personal gibt. Die Autorin zeigt überzeugend, wie in Parvin die Zweifel wachsen: an dem Arzt, ihrer Professorin, überhaupt dem Engagement ihres Landes, den USA. Sie stellt sich immer mehr Fragen, die sich auch den Lesenden stellen: Wie manipulierbar sind wir? Was ist wirkliche Hilfe? Was tut den Menschen gut? Auch wenn die Figur Parvins nicht immer überzeugend dargestellt wird (so blauäugig ist wohl selbst eine US-Amerikanerin nicht, vor allem wenn sie Studentin in Berkeley ist ¿¿), wirkt die Geschichte authentisch und ist insbesondere wegen der Fragestellungen, die sie aufwirft, zu empfehlen.
Auf den Spuren westlicher Einmischung
von erzaehlwas - 28.02.2021
Um was geht es? Parvin überlegt wie sie ihr Lebensplanungen fortführen soll und flüchtet angestachelt durch einen Erlebnisberichtes eines Arztes von den USA nach Afghanistan, um dort sinnvoll tätig zu sein. Sie möchte den Frauen vor Ort helfen, muss aber schnell feststellen, dass die Schilderungen des Buches nicht der Wahrheit entsprechen. Die Realität zeigt, dass Hilfe nicht immer als solche angesehen wird und die Situation vor Ort nur schwer zu erfassen ist. Amy Waldeman zeigt uns mit ihrem Roman, dass es nicht immer zielführend ist sich als westliche Macht in anderen Ländern einzumischen. Parvin kehrt als in den USA lebende Migrantin nach Afghanistan zurück und kann mit der dort erfahrenen Realität wenig anfangen. Ganz anders als im Erlebnisbericht von Dr. Gideon Crane, dessen Lesen sie überhaupt zur Reise ermutigte, findet sie keine Taliban vor und auch keine funktionierende Klinik. Dieser Gegensatz medialer Darstellung zur Realität wird gut herausgearbeitet. Allerdings könnte hier Parvin als Hauptfigur besser integriert werden, dafür wird sie aber über die gesamte Handlung hinweg als zu naiv dargestellt. Sie kann sich nie richtig entscheiden, was sie eigentlich will. Gut gefällt mir wie Waldeman den afghanischen Frauen in diesem Roman eine Stimme gibt, durchaus auch eine selbstbestimmte. Sprachlich setzt der Roman keine großen Ausrufezeichen, sondern lebt von den Figurendialogen Mich hat der Roman mit den Afghanistan Schilderungen gewonnen, denn man erfährt wirklich einiges. Die Hauptfigur ist allerdings zu naiv und nicht tief genug entwickelt, um den Roman in die höchste Bewertungskategorie zu bringen.
Ein Plädoyer für Respekt und Liebe
von barbara kenner - 05.02.2021
Wilde Landschaft, naives Gutmenschentum, dass an eigene Grenzen stößt und eine junge Frau die an den Geschehnissen wächst Amy Waldmans Roman hat mich sehr berührt zurückgelassen. Die Wandlung der jungen Parvin von einem gutgläubigen Fan eines sich selbst beweihräuchernden Betrügers hin zu einer Frau, die sich mit den großen Fragen unseres Lebens auseinandersetzen muss und in schwierigen Situationen eigenständige Entscheidungen trifft, ist sehr gut gelungen. Am Anfang hatte ich etwas Schwierigkeiten reinzukommen, allzu viel Naivität vertrage ich nicht gut, aber Amy Waldmans atmosphärische Beschreibungen der Natur haben mich bei der Stange gehalten - glücklicherweise, denn mir wäre etwas entgangen. Ein Roman, der sich mit den großen Fragen auseinandersetzt. Wieviel Gutes tun wir eigentlich, wenn wir helfen wollen, ohne uns gut zu informieren. Und wollen diejenigen, denen "geholfen" wird, eigentlich unsere Hilfe? Fragen wir sie danach? Beziehungsweise danach, was für eine Hilfe sie wollen? Ein Roman, der mir wieder einmal die Frage, ob wir leben können, ohne uns die Hände schmutzig zu machen mit nein beantwortet. Denn Leben ist Verflechtung und um es mit Amy Waldman zu sagen: "Verflechtung ist die natürliche Ordnung der Dinge" Wir können nicht das Unglück anderer sehen, ohne Handlungsimpulse zu spüren und das ist auch gut so. Ob jeder dieser Impulse zu einer guten Tat führt, das hinterfragt dieser Roman ganz genau und fordert uns zu gutem Nachdenken auf. Sehr begeistert hat mich die Entwicklung der Personen. Amy Waldman hat das Talent, einen auch wenig sympathische Menschen verstehen und sogar lieben zu lernen und so bleibe ich zurück mit dem Wunsch, dass das Leben all dieser Menschen, die ich in diesem Buch kennengelernt habe, ein gutes wird. Eigentlich will ich mehr von ihnen wissen, sie weiter begleiten, etwas, das bei mir häufig durch ein gutes Buch ausgelöst wird. Also - Fazit: unbedingt lesen!
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