Trost von Angelika Klüssendorf ist ein kurzer Roman, der 2022 spielt, einem Jahr, das alles verändert.
Wir lesen aus den Perspektiven von Rita, Jane und Joachim.
Rentnerin Rita hatte stets ein Talent dafür, sich in die falschen Männer zu verlieben. Auch ihre Beziehung zu Joachim war kompliziert, doch zu seiner inzwischen siebzehnjährigen Tochter Jane hatte sie stet seine innige Bindung. Durch einen tragischen Schicksalsschlag wird Rita aus der Bahn geworfen.
Jane hadert mit dem Leben: Krieg in der Ukraine, Ritas Schicksal, die neue Beziehung ihres Vaters und vor allem ihre bröckelnde Freundschaft mit Lea - all das setzt ihr schwer zu.
Und Joachim erlebt mit Ende sechzig nochmal eine unerwartete Liebe mit ungeahnten Folgen ...
Von allen Figuren fühlte ich am meisten mit Jane mit, in ihre Gefühle und Gedanken konnte ich mich am besten hineinversetzen.
Jane öffnet das Fenster und steckt ihren Kopf in den frostigen Himmel. Die junge Krankenschwester kommt herein und setzt sich zu ihr. Manchmal ist das Leben einfach nur anstrengend, sagt sie, und Jane fühlt sich gemeint, so sehr, dass ihr die Tränen kommen.
[...]
Jane hat Heimweh und weiß nicht: Wo ist ihr Heim, und was ihr Weh.
Trost ist ein kurzer Roman über Zukunftsängste, den Wunsch nach Zugehörigkeit, Liebe und die Frage, wie man Trost finden kann in der heutigen Welt.
Das Glücksgefühl weicht schnell einer großen Trostlosigkeit sie ist ohne Trost, und kein Tröster weit und breit.
Mich konnten die Geschichte und der etwas distanzierte Schreibstil nur teilweise überzeugen.
Ich vergebe daher 3 von 5 Sternen.
Vielen Dank an den Piper Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar!