So sehr ich auch die Gestaltung des Buches liebe, so wenig mochte ich den Inhalt. Da musste ich mich echt durchquälen...Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut, musste aber schon bald feststellen, dass zu viele tiefe Emotionen auf zu engem Raum transportiert wurden, die dem Ganzen die Glaubwürdigkeit genommen haben. Alles wirkte künstlich aufgeblasen. Anna Savas hat hierbei noch versucht, mit einem Schreibstil, der wohl poetisch sein sollte, alles zu unterstreichen - allerdings schrieb sie nur immer wieder das Gleiche. Gleiche Worte, gleiche Formulierungen, manchmal hatte ich den Eindruck, dass ich seitenweise gelesen habe, aber keinen Inhalt, keine Aussage vermittelt bekam. Mit ihrem Schreibstil hat sie mich noch mehr von der Geschichte entfernt, da ich mich immer nur im Kreis gedreht habe.Maddie und Wes waren ein klassisches Beispiel von fehlender offener Kommunikation. Beide bemitleiden sich selbst durchgehend, das Leben ist so gemein zu ihnen. Maddies Feindseligkeit Wes gegenüber war für mich dann noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen - leider negativ. Keiner hat sich erwachsen, klar und vernünftig verhalten. Ich freue mich wirklich für jede:n Leser:in, der:die in dem Buch ein Highlight gefunden hat. Für mich war es leider nichts. Von allem zu viel, der ständige Drang, sich nochmal überbieten zu müssen... Womöglich ist die Geschichte ideal für ein jüngeres Publikum, aber aus meiner Sicht einfach nicht elegant gefühlvoll, sondern nur melodramatisch.