Abbruch bei 60% - Langweilig und voll mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern
An dieser Stelle möchte ich mich erst einmal bei NetGalley und dem Nova MD Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken. Tanz der Illusion - Der Preis der Erkenntnis konnte mich leider jedoch nicht begeistern und nach fast drei Wochen und 60 % muss ich das Buch leider abbrechen. Ich gehe in meiner Rezension daher nur auf den Teil bis dorthin ein.Wir erfahren recht früh im Buch, dass die Welt von der Dämonengöttin Avangelina verflucht wurde. In der Vergangenheit lebten die Dewas und die Menschen friedlich miteinander. Heute trennt sie eine unüberwindbare und tödliche Berggrenze voneinander. Der Fluch sorgt dafür, dass die Dewas unfruchtbar sind und die Menschen keine Magie mehr wirken können.Die Menschen erzählen sich untereinander von den schlimmsten Vergehen der Dewas und davon, dass diese als Dämonen anzusehen seien - schrecklich in ihrer Optik, ihrer Macht und ihrem Tun.Die 21-jährige Diana (in der römischen Mythologie die Göttin der Jagd, des Mondes und der Geburt sowie Beschützerin der Frauen und Mädchen) ist in unserer Geschichte ebenfalls eine Jägerin. Sie geht für ihre Familie auf die Jagd, damit diese nicht verhungert. Ihre beiden jüngeren Schwestern kümmern sich um den Hof und das eingebrachte Essen, während der Vater seit dem Tod der Mutter lethargisch seinen Alltag verbringt. Der Bruder ist nach einem Unfall gehbehindert und wurde von der Familie verstoßen. So trägt die 21-Jährige eine große Bürde auf ihren Schultern.Gleich zu Beginn des Buches erlebt sie, dass ihre Fallen geplündert und zerstört wurden. Sie begibt sich auf die Jagd nach dem Verursacher und erlegt ein Wildtier, das unserem ähnlich und doch ganz anders ist. Dabei wird sie verletzt und erfährt, dass sie mit einem tödlichen Gift verwundet wurde. Ihr bleiben nur vier Wochen und sie muss in das Land der Dewas reisen, um dort Heilung zu finden. Ihrer Familie verrät sie nicht, wohin sie geht, und hofft lediglich, gesund dort anzukommen.Die Geschichte beginnt sich nun in verschiedene Perspektiven aufzuteilen: neben Diana auch die ihrer Schwester Naledi, ihres verstoßenen Bruders und die von Maawiya.Der Gesandte und Gefolgsmann von Arybbas ist absolut kein Fan von Diana - und nicht nur er ist es nicht. Doch es gibt die Prophezeiung, dass ein Mensch in ihre Welt kommt und der Fluch gebrochen werden könnte. So wird Diana vor Ort einer harten Zeit unterworfen und muss noch einiges über sich ergehen lassen.Leider konnten mich die Geschichte und vor allem der Schreibstil nicht überzeugen. Im ersten Drittel fand ich das Buch noch wirklich gut. Die Lebenssituation mit den Geschwistern auf engstem Raum und einem nutzlosen Vater, der Bruder als Alkoholiker, der nur Schulden anhäuft, und Diana, die abgehärtet, nahezu kalt und von Hass erfüllt ihr Leben führt - das alles war wirklich interessant zu lesen. Auch der Angriff, durch den sie vergiftet wird und der sie zwingt, die Reise anzutreten, konnte mich noch fesseln. Ihre Schwester, die unbedingt Reichtum erleben will und dafür über Leichen gehen würde, war ebenfalls spannend dargestellt.Doch dann kommt Diana auf der anderen Seite an und für mich nahm die Geschichte eine starke Talfahrt auf. Es wurde langweilig zu lesen, wie sie jeden Tag dem Unterricht in verschiedenen Fächern und Disziplinen folgen soll. Die Leser erfahren dabei nur häppchenweise, was es damit auf sich hat. Die Dialoge wirken ebenfalls langweilig. Dass sie nicht immer spurt, wie man es von ihr verlangt, ist verständlich, dennoch wird sie wie eine Sklavin bestraft - und das mit der Person, die angeblich die Rettung bringen soll.Neben der Wortwahl, die für mich zunehmend aus Wiederholungen und langweiligen Formulierungen bestand, störte mich außerdem, wie viele Rechtschreib- und Grammatikfehler vorhanden waren. Und ich gehöre eigentlich nicht zu den Leuten, die so etwas sofort bemerken. Beispiele dafür sind Sätze wie "sie auf die Jagd gegangen", bei dem das "ist" fehlt, oder "sie wollte fliehe", hier ist das N bereits geflohen. Für mich stellte sich daher die Frage, ob überhaupt ein Lektorat über das Buch gelesen hat.Die Charaktere konnten mich nicht überzeugen, die Geschichte verliert sich im Mittelteil in Langeweile und die zunehmend auftauchenden Fehler haben mir leider zusätzlich die Freude am Lesen genommen. So schwer es mir auch fällt - und obwohl ich Rezensionsexemplare sonst nie abbreche - musste ich dieses Buch leider abbrechen.