"Die Ozeanschwimmerin" von Charlotte Tarnowski erzählt die Geschichte von Sophie, die nach einem sehr schweren Schicksalsschlag die Oceans Seven bezwingen will.
Sophie erhält von ihrem Arbeitgeber ein einjähriges bezahltes Sabbatical inkl. aller Unterstützung, um innerhalb eines Jahres Oceans Seven zu schaffen. Dabei wird sie von einigen Familienmitgliedern sowie einen jungen Kollegen aus der Agentur, in der Sophie arbeitet, begleitet. Der Weg die Oceans Seven zu meistern und wie sich die Beziehungen im Umfeld von Sophie entwickeln wird auf beeindruckende und mit sehr gefühlvollen sowie ehrlichen Worten geschildert.
Die Geschichte ist in drei Teile geteilt, die wiederum in mehreren Kapitel unterteilt sind. Die Überschriften der Kapitel sind sehr treffen und passend gewählt. Die Geschichte bietet nicht nur Einblicke in die Gegenwart von Sophie und ihrem Umfeld, sondern auch Rückblicke, die für die Beziehungen unheimlich wissenswert sind und wodurch die einzelnen Puzzleteile der Geschichte am Ende zu ein vollständig Bild zusammengesetzt werden können. Der riesige Verlust und die Trauer wurden für mich sehr einfühlsam und klar beschrieben. Die Beziehungen von Sophie zu ihrem Umfeld war wahnsinnig interessant und hat die Geschichte für mich sehr lebendig gemacht. In dieser Geschichte war viel Platz für Gefühle außerhalb der Komfortzone und das fand ich beeindruckend und gleichzeitig ermutigend. Teilweise waren Dinge so ehrlich beschrieben und fühlten sich so echt an, als wäre ich selbst dabei.
Besonders berührt haben mich einige Situationen während den Freiwasserschwimmerstrecken. Taschentücher sind ratsam beim Lesen in der Nähe zu haben.
Eine wirklich beeindruckende Geschichte, die nachhallt und bewegt. Sehr empfehlenswert für einfach alle, die gerne lesen.