Dawn, Heron und Maggie bilden eine glückliche Familie in den 80er Jahren in England. Doch dann verliebt Dawn sich in eine Frau und Dawn wird der Boden unter den Füßen weggezogen. Sie verliert das Sorgerecht für Maggie. Maggie wächst fortan bei ihrem Vater auf. Die beiden verbindet ein enges Verhältnis, doch ihre Mutter hat Maggie nie kennengelernt. Als der Vater die Diagnose Krebs erhält und er somit beginnt, sein Leben auszumisten, stößt Maggie auf ein Dokument und dies rüttelt einiges wach in ihr.
Familiensache ist ein wunderbar feinfühliges Portrait einer Familie und der 80er Jahre. Es war Realität, dass homosexuellen Müttern das Sorgerecht aberkannt wurde. Kaum vorstellbar für eine Mutter, die ihr Kind liebt. Der Roman wird auf 2 Ebenen erzählt, damals und heute. Erschreckend zu lesen, dass dies noch viele Jahre Realität war in unserer eigentlich modernen Zeit. Familiensache gibt dem Thema Raum und eröffnet dabei gleichzeitig den Zugang in eine eigentlich sehr liebenswerte Familie.