Jährlich finden im BZFO ca. 450 Menschen psychotherapeutische und -soziale Hilfe. Von den 10 Jahren Erfahrung des Zentrums können Betreuende im psychosozialen oder medizinischen Bereich profitieren, aber auch Psychologen, die mit schwer Traumatisierten arbeiten.
Jedes Jahr finden etwa 450 Menschen, die Opfer von politischer Verfolgung, Folter und/oder Bürgerkrieg geworden waren, im Behandlungszentrum für Folteropfer Berlin (BZFO) medizinische, psychotherapeutische und soziale Hilfe. Zehn Jahre nach seiner Entstehung ziehen jetzt die Gründer und das Behandlerteam des BZFO eine Bilanz ihrer Arbeit. Ihr Buch dokumentiert Aspekte der andauernden Suche nach wirksamen Wegen in der Traumatherapie, ohne Fallstricke und Rückschläge zu verschweigen, z. B. :- Verschiedenste Psychotherapieangebote, auch für Kinder und Jugendliche- Interkulturelle Aspekte der Therapie- Retraumatisierende Bedingungen des Exils, soziale Isolation der Opfer- Kommunikation zwischen Patient und Therapeut aus Sicht der beteiligten Dolmetscher- Supervision als Mittel gegen Burn-out und Erschöpfung der Helfer Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Beschreibung des therapeutischen Handelns mit schwerst traumatisierten Menschen aus anderen Kulturen. Damit ist es eine unentbehrliche Hilfe für alle, die im psychosozialen oder medizinischen Bereich mit Flüchtlingen zu tun haben, aber auch für Therapeuten, die mit anderen schwer traumatisierten Menschen arbeiten.
Inhaltsverzeichnis
Aus dem Inhalt: Subjektive Problem-, Krankheits- und Therapievorstellungen extrem traumatisierter Flüchtlinge im Exil.- Dolmetschen im BZFP.- Folgen sexualisierter Folter.- Sozialarbeit und Sozialtherapie mit traumatisierten Flüchtlingen.- Zur Bedeutung der Psychiatrie in der Therapie von Folterüberlebenden.- Psychotherapeut und Traumaopfer - Risiken und Ressourcen des intersubjektiven Erlebens von Traumatherapeuten.- Fallsupervision in Teams im BZFO.