Edvard Hoem erzählt vom Leben seiner Vorfahren, zunächst aus der Kleinstadt Molde mit dem Heumacher Knut Hansen Nesje und Serianna Eriksdatter ab 1875, endend im Jahr 1892 mit Teilen des Familienclans wie z.B. Gjertine und Ole Aas in Roslyn, Ola und Sara am Buffalo Lake in South Dakota, USA, ausgewandert wie auch der 3. Sohn von Nesje namens Eilert. Es handelt von der engen, kargen Welt des ländlichen Norwegens und des hoffnungsvollen Neuanfangs in den USA, geprägt durch starke religiöse Regeln der Lutheraner. Vom einfachen Alltagsleben am Romsdalsfjord und vom mühsamem Neuanfang in der Prärie Dakotas werden poetische Landschaftsbeschreibungen in ruhigem Erzähltempo neben Träumen, Hoffnungen und Enttäuschungen der Vorfahren geboten. Die detailliert beschriebene Auswanderungsroute wie auch die Auflösung vom Fort Sisseton basieren auf historischen Fakten. Die Charakter-Zeichnungen, geprägt durch Armut, Tradition und strengem Christentum, machen nachdenklich. Deren Zuversicht auf ein besseres Leben mit schnellen, großen Veränderung in Maschinen betriebener Landwirtschaft und Industrialisierung mit Massenherstellung berührt. Der Schreibstil kommt etwas veraltet daher, scheint dem 19. Jahrhundert angepasst zu sein. Bereits 2014 scheint der Autor dieses Buch in Oslo herausgegeben zu haben.
Ein sehr interessantes Buch!