Immer noch wach

Roman. 2. , mit Lesebändchen.
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WAS WÜRDEST DU TUN, WENN DEINE ZEIT FAST ABGELAUFEN IST - UND DANN STELLT JEMAND DIE UHR ZURÜCK?

Noch ein paar Wochen Glück
Alex ist gerade 30 geworden, hat mit seinem besten Freund ein Café eröffnet, plant die Zukunft mit seiner Freundin Lisa. Und je … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Immer noch wach
Autor/en: Fabian Neidhardt

ISBN: 3709981182
EAN: 9783709981184
Roman.
2. , mit Lesebändchen.
Haymon Verlag

24. Februar 2021 - gebunden - 265 Seiten

Beschreibung

WAS WÜRDEST DU TUN, WENN DEINE ZEIT FAST ABGELAUFEN IST - UND DANN STELLT JEMAND DIE UHR ZURÜCK?

Noch ein paar Wochen Glück
Alex ist gerade 30 geworden, hat mit seinem besten Freund ein Café eröffnet, plant die Zukunft mit seiner Freundin Lisa. Und jetzt muss er sterben. Die Diagnose verändert alles, und Alex trifft eine überraschende Entscheidung: Er will die verbleibende Zeit auskosten, sich dann verabschieden und in ein Hospiz gehen.
Er schreibt eine Liste, steht vor der großen Frage, was wirklich wichtig ist, wenn die Lebenszeit abläuft. Mit wem möchte er seine letzten Tage verbringen? Was noch klären? Und was macht ihn eigentlich glücklich?
Sein bester Freund Bene und seine Freundin Lisa sind zunächst gar nicht einverstanden mit Alex' Weg, möchten lieber bis zum Schluss beim ihm bleiben. Trotzdem versuchen sie, möglichst viele dieser kleinen Alltagsmomente mit ihm zu erleben, die plötzlich so kostbar sind - bis er sein Leben hinter sich lässt und sich auf den Weg macht an den Ort, an dem er sterben möchte.

Das Licht vor dem Ende des Tunnels
Im Hospiz bezieht Alex sein letztes Zimmer. Er knüpft Kontakte, lernt Menschen kennen, die den kleinen Rest ihres Lebens hier verbringen, und er knüpft Freundschaften; vor allem zu Kasper, jenem störrischen alten Mann, der so gerne noch einmal die Welt umsegelt hätte.
Doch der Tod lässt auf sich warten; und dann überlegt das Schicksal es sich einmal mehr anders und schenkt Alex Lebenszeit. Aber wo anfangen, wenn man bereits abgeschlossen hat? Wenn man nicht einfach zurück kann ins alte Umfeld, weil man für die Menschen dort tot ist? Es ist der sterbenskranke und doch so lebendige Kasper, der Alex schließlich auf eine Idee bringt ...

Beglückende Momente in dunkeln Stunden
Du wirst sie von der ersten Seite an ins Herz schließen, Alex und seine Lieblingsmenschen Bene und Lisa. Und du wirst mit ihnen fühlen bis ins Innerste; die Verzweiflung, die Liebe, die Wut und die Hoffnung.
Fabian Neidhardts Debüt stellt dich vor große Fragen und große Trauer. Und es tröstet dich damit, dass es die kleinen Dinge sind, die am Ende wirklich bedeutsam sind. Und vielleicht auch gerade die, die dir selbstverständlich erscheinen: Wie dich deine Freundin weckt, wenn du schlecht träumst. Wie sie mit dir tanzt, auch wenn du bei der Verteilung des Rhythmusgefühls leer ausgegangen bist. Und wie dich dein bester Freund im Arm hält, wenn die Tränen kommen.
In leiser, eindringlicher Sprache erzählt Fabian Neidhardt eine Geschichte von Liebe, Freundschaft und der Kraft des Zusammenhalts - tieftraurig, herzerwärmend schön und vor allem immer: Mut machend.


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Einen Augenblick lang fühlst du mit Alex, denkst: Es ist allein meine Entscheidung, wie ich mit dieser Krankheit umgehe. Sekunden später empfindest du wie Lisa, willst Alex schütteln, ihn anschreien: Kämpfe! Versuch es doch wenigstens! Beides tut weh, macht aber zugleich eine unbändige Lust aufs Leben.
Linda Müller - Programm/Lektorat

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Fabian Neidhardt gelingt das Kunststück, ungeschönt von Abschied und Neubeginn zu schreiben - und durch diese harte und witzige und aufwühlende Geschichte ein Menschenleben in packender Weise erfahrbar zu machen. Er meistert einen erstaunlichen Balanceakt: Einfühlsam und rasant erzählt der Roman von nichts Geringerem als dem finalen Ende - und davon, wie fantasievoll widerspenstig man dem Tod begegnen kann.
Robert Prosser

Portrait

Schreibt mit links, seit er einen Stift halten kann, und erzählt Geschichten, seit er 12 ist. 1986 als erster von vieren in eine polnisch-italienische Familie geboren, lebt in Stuttgart. Nach dem Volontariat beim Radio studierte er Sprechkunst und Kommunikationspädagogik an der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart und Literarisches Schreiben am Literaturinstitut Hildesheim. Bis Mai 2019 absolvierte er die Ausbildung zum Storyliner bei der UFA Serienschule in Potsdam. Seit 2010 sitzt er als Straßenpoet mit seiner Schreibmaschine in Fußgängerzonen und schreibt Texte auf Zuruf. 2019 entwickelte er den Prosaroboter, der auf Knopfdruck Geschichten ausdruckt. 2020 ist er Stipendiat des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

Pressestimmen

Mit großer Achtsamkeit und viel Gespür folgt Fabian Neidhardt dem Schicksal seiner Figuren.
SWR2, Silke Arning

Es ist ein Buch, das man beseelt, glücklich und etwas reicher im Herzen zuschlägt.
Florian Valerius

In diesem Roman zeigt sich, was ich die Güte der Fiktion nennen will: Dass in ihr möglich ist, was sonst oft unmöglich bleibt. Und gleichzeitig wirft er auch für die Wirklichkeit wichtige Fragen auf, indem er in einer bestimmten Konstellation über Praktiken des Zusammenlebens und Zusammensterbens nachdenkt. Was bedeutet das: füreinander (und sich selbst) verantwortlich zu sein bis zum Schluss und darüber hinaus?
Lisa Kruschke

Wenn einer, der so viel Lebensfreude hat wie Fabian Neidhardt, ein Buch über das Sterben schreibt, dann wird daraus große Kunst. ,Immer noch wach` erzählt leichtfüßig vom Schwermütigen, ist tragikomisch, gefühlvoll und voller Warmherzigkeit.
Mareike Fallwickl

Menschen sind verwundbar, immer. Fabian Neidhardt schaut da hin, wo wir am verwundbarsten sind. Dort gibt es Kontakt, eine tiefe Verbindung zu anderen, aber auch Schmerz. ,Immer noch wach` versucht auszuloten, bis wohin man bereit ist zu gehen und wie sehr das eigene Leben wirklich nur einem selbst gehört.
Selim Özdogan

,Immer noch wach` ist ein zutiefst aufbauender Roman, der geradezu perfekt in diese Zeit passt!
Frank Menden, stories! Die Buchhandlung

Höchst emotional und lebensbejahend wie der Film von Schweighöfer und Fitz: ,Der geilste Tag`. Überall empfohlen.
ekz-Informationsdienst, Christian Straub

Diese Reise auf allen Ebenen der Menschlichkeit ist packend, emotional und mitreißend ,Immer noch wach` ist eine mutige und Aufmerksamkeit verdienende Ausarbeitung einer außergewöhnlichen Geschichte.
Sandrafalke.com, Sandra Falke

Der Autor versteht es auf eindringliche Weise, den Leser an das Thema zu fesseln und dass er sich mit der Problematik gedanklich auseinandersetzt. Vielleicht gelingt es dem ein oder anderen nach der interessanten und wendungsreichen Lektüre, sein Leben bewusster zu leben und damit mehr genießen zu können.
Buchaviso.de, Beatrix Petrikowski

Es ist ein emotionales Wechselbad zwischen Trauer und Hoffnung, Liebe und Leiden ... Der Roman entlässt den Leser aufgewühlt, aber tröstlich zurück.
Raiffeisenzeitung, Elisabeth Hell
Bewertungen unserer Kunden
von Nele33 - 06.04.2021
In Immer noch wach bekommt der 30-jährige Alexander Fink eine tödliche Diagnose. Alex lebt mit seiner Freundin Lisa zusammen, steht mitten im Leben, hat sich mit Bene, seinen besten Freund gerade mit einem Cafe selbständig gemacht und nun wird ihm der Boden unter den Füssen weg gezogen. Anders als von ihm erwartet wird, entscheidet er sich gegen jegliche Behandlungsoption und will seine letzten Monate noch genießen. Die Lebenserwartung unter guter Lebensqualität beträgt laut Onkologen 6 Monate. Seine Umgebung ist geschockt, möchten sie ihn doch beim Sterben begleiten. Doch Alex entscheidet sich nach 4 Monaten in ein Hospiz zu ziehen, alleine zu sterben ohne Kontakt zu seinen Lieben. Im Hospiz trifft Alex auf die unterschiedlichsten Menschen am Ende ihres Lebens.Menschen mit eigenen Ängsten, Wünschen und Lebensgeschichten. Diese Zeit schildert der Autor sehr empathisch und ohne schwülstigen Schnick-Schnack. Die Schilderungen sind sehr realitätsnah und realistisch( selber bin ich in der Hospizarbeit tätig). Kurze zaghafte Begegnungen werden epathisch geschildert. Im Buch werden verschiedene Zeitebenen genutzt, die es manchmal etwas schwierig machten sich zurecht zufinden. Es gibt eine überraschende Wendung im Buch, die Alex noch einmal alles abverlangt und sein Leben überdenken lässt. Der Debut Roman von Fabian Neidhardt ist ein sehr gelungener Roman über das Leben und dessen Ende.
sehr emotionale und berührende Geschichte
von Katharina Richter - 05.04.2021
Klapptext: Noch ein paar Wochen Glück Alex ist gerade 30 geworden, hat mit seinem besten Freund ein Café eröffnet, plant die Zukunft mit seiner Freundin Lisa. Und jetzt muss er sterben. Die Diagnose verändert alles, und Alex trifft eine überraschende Entscheidung: Er will die verbleibende Zeit auskosten, sich dann verabschieden und in ein Hospiz gehen. Er schreibt eine Liste, steht vor der großen Frage, was wirklich wichtig ist, wenn die Lebenszeit abläuft. Mit wem möchte er seine letzten Tage verbringen? Was noch klären? Und was macht ihn eigentlich glücklich? Meine Meinung: Dies ist der Debütroman von Fabian Neidhardt.Und ich muss sagen das er ihm hervorragend gelungen ist. Der Schreibstil ist leicht,locker und sehr flüssig.Die Seiten flogen nur so dahin.Einmal angefangen mit lesen wollte man einfach nicht mehr aufhören.Auch die kurzen Kapitel haben dazu beigetragen das sich die Lektüre sehr angenehm lesen lies. Ich habe Alex kennen gelernt als er die schreckliche Diagnose Krebs erhalten hat.Ich begleitete ihn in das Hospitz und erlebte dort viele emotionale Momente. Die Protagonisten wurden sehr gut beschrieben.Ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders sympatisch fand ich Alex und habe ihn in mein Herz geschlossen.Aber auch Bene,Kasper und alle anderen Personen waren interessant. Der Autor hat eine sinnliche Atmosphäre geschaffen.In mir war Kopfkino.Vor meinen Augen sah ich das Hospitz,die kranken Menschen und natürlich Alex.Viele Szenen wurden sehr detailiert dargestellt und so war ich meist mitten im Geschehen dabei.Durch die sehr einfühlsame Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Es gab so viele berührende und bewegende Ereignisse und ich durfte hautnah dabei sein.Zudem gab es einige Rückblicke in denen ich viel über Alex Kindheit,Jugend und als Erwachsener vor seiner Krankheit erfahren habe.Dies hat mir sehr gut gefallen.Auch habe ich noch andere Menschen in dem Hospitz kennen gelernt und ihre Schicksale gingen mir sehr zu Herzen.Fabian Neidhardt hat es wirklich erstklassig verstanden dem Leser alles sehr authentisch und mitreissend zu erzählen.Ich konnte mich richtig in Alex hinein versetzen und seine Gedanken lesen.Gefühle und Emotionen hat der Autor hervorragend zum Ausdruck gebracht.Viele Themen wurden in dieser Geschichte angesprochen.Da ging es um Tod,das Leben,Freundschaft,Vertrauen und Wertschätzung.Da meine beste Freundin selbst an Krebs gestorben ist ,kamen bei mir natürlich viele Erinnungen auf.Auch einige Tränen sind dabei geflossen.Ich habe einfach nur mitgelitten,mitgefühlt und mitgebangt.Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angekommen.Schon lange habe ich nicht mehr ein so emotionales und berührendes Buch gelesen welches mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Das Cover finde ich sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu dieser Geschichte und rundet das brillante Werk ab. Ich hatte viele bewegende Lesestunden mit dieser Lektüre und vergebe glatte 5 Sterne.
sensibel erzählt
von yellowdog - 04.04.2021
Ein sensibel erzähltes Buch über einen 30jährigen Mann, der Magenkrebs hat. Es wird konsequent aus seiner Sicht geschildert und meiner Meinung gerade deswegen so wirkungsvoll. Fabian Neidhardt schreibt wirklich großartig und zeigt die Empfindungen seine Protagonisten Alex nachvollziehbar. Schon Alex Vater hatte Magenkrebs und starb daran. Daher verweigert sich Alex jeglicher Therapie und zeiht sich in ein Hospiz zurück. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblicke auf Alex früheres Leben mit seinem Kumpel Bene, mit dem er gemeinsam ein Cafe in Stuttgart eröffnete und seiner Freundin Lisa. Die tiefen Beziehungen werden eindringlich gezeigt. Ich schätze den Stil von Fabian Neidhardt, der sich durch Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit und besonders eine hohe Dichtheit auszeichnet.
Zu Tränen gerührt!
von lysan - 03.04.2021
Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen. Anders hätte ich es nicht aushalten können. War ich am Anfang noch verwirrt über die Sprunghaftigkeit in den einzelnen Kapiteln, so half mir genauso dieses Springen in der Zeit und in den Orten, die Intensität des Buches anzunehmen und mich wirklich berühren zu lassen. Dieses Buch ist so wunderbar geschrieben, so leicht und schwermütig gleichzeitig. so tragisch und trotzdem lebensbejahend. Die Figuren - die, wie das Nachwort berichtet - aus dem Leben gegriffen wurden, sind wunderbar beschrieben und jeder auf seine Art und Weise liebenswert. Ganz besonders finde ich, dass keine Wertung, kein Richtig-Falsch herauszulesen ist, sondern dass alle Facetten beleuchtet werden; dass es selbstverständlich und nachvollziehbar dargestellt ist, dass Dinge, die für einen Menschen richtig erscheinen, den anderen verletzen. Eine Geschichte, die mich zu Tränen gerührt hat, die mich nachdenklich macht und die ich gern teilen werde... Danke an [*]netgalleyDE für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.
Emotional
von Sandra Falke - 31.03.2021
Fabian Neidhardts emotionaler Debütroman handelt vom Kampf mit Krebs, menschlicher Würde, dem Recht zu autonomen Entscheidungen über das eigene Leben - und dem Prozess des Loslassens von den liebsten Menschen im Angesicht des eigenen Todes. Der dreißigjährige Protagonist Alex wird mit Krebs diagnostiziert und beschließt, die übrigbleibenden Monate seines Lebens in der Isolation einer Hospiz zu verbringen. Die Adresse möchte er allerdings niemandem verraten - denn Alex weiß genau, wie er aus dem Leben scheiden will. Bekannte Typen, Charaktermerkmale und Szenarien finden sich auch in dieser Handlung wieder. Keine von den Nebenfiguren ist besonders interessant. Jedoch haben diese Elemente in Bezug zur Hauptfigur eine sehr genau gewählte Position. Ihre kollektive Funktion ist es, Alex` Entwicklung zu kontrastieren, illustrieren und zu unterstützen. Auf dem Weg hin zum Tod und zurück zu sich selbst findet er in seiner Empathie gegenüber scheinbar Schwächeren den Weg zur eigenen inneren Stärke. Diese Reise auf allen Ebenen der Menschlichkeit ist packend, emotional und mitreißend.
Berührungspunkte
von jenvo82 - 25.03.2021
Ja, es ist mein Leben, mit dem ich machen kann, was ich will. Aber langsam verstehe ich, wie viele Menschen gerne mit mir getauscht hätten. Gerne mehr Zeit gehabt hätten." Inhalt Mit 30 Jahren holt Alex das Schicksal ein, als bei ihm ein Magentumor diagnostiziert wird, einer von der tödlichen Sorte, einer wie der des Vaters, dessen endloses Leiden Alex bereits im Kindesalter mit ansehen musste und welches ihm deutlich gemacht hat, wie auch seine nächsten Monate aussehen werden und was am Ende auf ihn zukommt ¿ Der junge Mann findet Freude an alltäglichen Dingen, ist dankbar für schöne Momente und trauert innerlich seinem Leben nach, welches er zu gerne an der Seite seiner Freundin Lisa verbracht hätte und in guter Kameradschaft zu Bene, seinem Freund aus Kindertagen. Sein größter Wunsch jedoch ist ein Sterben in Würde, deshalb möchte er gehen, solange er es noch selbst kann und dann seine letzte Zeit in einem Hospiz verbringen, damit seinen Angehörigen das Zusehen beim Sterben erspart bleibt. Alex zieht diesen Plan durch, selbst wenn niemand ihn darin bestärkt und hat innerlich längst mit allem abgeschlossen, doch im Hospiz lernt er Menschen kennen und schätzen, die ihn teilhaben lassen an ihrem eigenen Leben, egal wie kurz oder lang es war, wichtig sind die Inhalte und Taten, nichts anderes. Als seine vorgegebene Frist im "Haus Leerwaldt" abgelaufen ist, folgen weitere Untersuchungen, um seinen Aufenthalt zu rechtfertigen, denn die Plätze sind heiß begehrt - doch eine Verlängerung ist für ihn nicht vorgesehen, das Leben meldet sich zurück, wenn auch unter ganz anderen Vorzeichen ¿ Meinung Diesen Debütroman des jungen Autors Fabian Neidhardt durfte ich in einer Leserunde entdecken, nachdem mich gerade die ungewöhnliche Betrachtung eines Lebens, mit der Option auf geschenkte Zeit sehr neugierig gemacht hat. Romane mit der Thematik Trauerbewältigung und des Sterbeprozesses lese ich immer ausgesprochen gern, vielleicht weil ich selbst schon viele Kontakte mit dem Verlust nahestehender Menschen hatte. Grundlegend hatte ich mich deshalb auf einen schweren, fordernden Handlungsverlauf gefasst gemacht, bei dem sicherlich auch Tränen fließen würden - aber die Geschichte hat mich eher überrascht, gerade weil sie nicht so erdrückend und schwermütig wirkt, sondern im Gegenteil eher lebensbejahend und perspektivenreich erscheint. Im Zentrum der Erzählung stehen Menschen, die mitten im Leben mit einer Schockdiagnose konfrontiert werden und irgendwie gezwungen sind, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Dabei steht gar nicht so sehr der Hauptprotagonist Alex im Mittelpunkt, sondern fast auf gleicher Stufe sein bester Freund Bene und die langjährige Lebenspartnerin Lisa. Sie alle werden menschlich, emotional und glaubwürdig dargestellt - im Verlauf der Geschichte wachsen sie nicht nur charakterlich, sie nähern sich auch immer weiter an und lassen den Leser teilhaben an ihrer ganz besonderen, wenn auch traurigen Situation. Das Identifikationspotential mit den Figuren ist hoch, selbst wenn man ihre Entscheidungen nicht gutheißt, wecken sie doch ein gewisses Verständnis beim Leser. Sehr ansprechend und einheitlich auch der Schreibstil - kurze, prägnante Sätze, zahlreiche Dialoge, klare Szenen und inhaltlich mehr Platz für Gefühle als für Aussagen. Alles Dinge, die diesen Roman sehr ansprechend und gefühlvoll wirken lassen, ohne jemals ins Kitschige abzugleiten und damit ein wesentlicher Punkt auf der Bewertungsskala. Lediglich der inhaltliche Aufbau des Textes hat mir persönlich nicht so gefallen, denn hier wechseln in schneller und beinahe willkürlicher Abfolge die Handlungsszenen. Dieses Vorgehen wirkt gerade am Anfang der Lektüre eher störend, denn die kurzzeitig aufgebaute Stimmung wird abrupt unterbrochen und man findet sich plötzlich in einer ganz anderen Situation wieder. Einer Chronologie kann man dadurch nicht recht folgen und selbst wenn die Handlung spannender wird und mehr wie ein Puzzle wirkt, stört das meinen Lesefluss, zumal die diversen Abschnitte nur als numerische Kapitel voneinander abgegrenzt sind und man sich immer wieder auf den neuen Inhalt einstellen muss. Im Verlauf des Textes werden jedoch die Kapitel selbst etwas länger und dadurch entspannt sich auch der etwas unübersichtliche Kontext. Fazit Ich vergebe gute 4 Lesesterne für dieses hoffnungsvolle, eher ungewöhnliche Buch über den Umgang mit dem Tod und dem Sterben. Denn vielmehr steht das Leben im Gespräch, das Leben mit den vielen Möglichkeiten und Chancen, mit guten Freunden und schönen Zeiten und all jenen Inhalten, die uns Menschen erst dann einfallen, wenn die irdische Lebenszeit in ihren letzten Zügen steckt. Alles was schwermütig wirken könnte, wird durch ein positives Erleben aufgewertet, alles was endgültig erscheint, wird durch Möglichkeiten und Freiheiten ergänzt und alles was traurig ist, scheint dennoch Teil eines Lebensplans zu sein, an dem der Einzelne wachsen kann und Entscheidungen überdenken muss. Diese Geschichte ist ehrlich, sie schenkt Vertrauen auf die vielen zwischenmenschlichen Beziehungen im Laufe der Zeit, die manchmal nur kurze Berührungspunkte sein können und dennoch neue Wege eröffnen. Hin und wieder kullert mal eine Träne, aber wenn man das Buch zuklappt, spürt man tief drinnen, was man jeden Tag wertschätzen sollte - die Liebe zum Leben und zu Menschen, die uns etwas bedeuten.
Intensive Geschichte, mit ansprechendem Schreibstil
von Lisa - 23.03.2021
"Immer noch wach" des Autoren Fabian Neidhardt, erzählt auf berührende Weise davon, wie wertvoll bewusst gelebte Zeit sein kann. Das Setting ist dabei nicht immer leicht zu verdauen, gerade die Szenen im Hospiz gingen mir durch die authentischen Schilderungen sehr Nahe. Besonders mochte ich den Schreibstil, welcher sich angenehm leicht liest und ohne Schnörkel auskommt. Die Handlung war dann doch anders als erwartet und konnte mich, bis zuletzt immer wieder überraschen. Der Hauptprotagonist machte es mir allerdings, durch seine nicht immer nachvollziehbaren Entscheidungen, nicht leicht ihn zu mögen. Auch wenn einige der Szenen durchaus so denkbar wären, blieb die gesamte Handlung für mich trotzdem fiktiv, da nicht alles authentisch wirkte. Der Kraft der Geschichte tut dies natürlich trotzdem keinen Abbruch. Das Buch trifft durch seine wuchtige Erzählung mitten ins Herz und löst durch die zahlreichen überraschenden Wendungen ein richtiges auf und ab der Gefühle beim Leser aus. So habe auch ich bis zuletzt mitgelitten und gehofft und kann das Buch allen Leser*innen empfehlen, die sich auch an vermeintlich schwierige Themen herran trauen, denn eine leichte Lektüre ist "Immer noch wach" sicherlich nicht.
Der letzte Weg
von rewa - 19.03.2021
Der 30 jährige Alex könnte eigentlich glücklich sein, gerade hat er mit seinem besten Freund Bene ein Cafe eröffnet und mit seiner Freundin Lisa plant er sein weiteres Leben , als er eine furchtbare Diagnose von seinem Arzt erhält. So wie sein Vater vor vielen Jahren, wird er an einem Magenkrebs sterben. Deshalb beschließt er eine Liste anzufertigen mit all den Dingen die er noch tun möchte. Während Bene und Lisa versuchen für ihn da zu sein und die letzten Monate mit ihm gemeinsam verbringen möchten, fasst Alex einen Entschluss, den seine Freunde nicht verstehen können. Er möchte in ein Hospiz gehen, ohne dass Bene und Lisa wissen, wo er ist. Auch wenn seine Entscheidung bei beiden auf Unverständnis stößt, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als seinen Wunsch zu akzeptieren. Im Hospiz lernt Alex viele Menschen kennen, die alle noch einen Traum gehabt hätten, der sich aber leider nicht mehr erfüllen lässt. So wie der schwerkranke und kauzige Kasper der immer von einer Weltumsegelung geträumt hat. Doch eines Tages erhält Alex eine neue Diagnose seiner Krebserkrankung und plötzlich sieht er sein Leben in einem anderen Licht und er muss Entscheidungen treffen, die ihn vor eine große Herausforderung stellen. Der Debütroman ,, Immer noch wach" von Fabian Neidhardt, entführt den Leser in eine berührende und emotionale Welt von Menschen, die sich auf ihrem letzten Weg befinden. Der Protagonist Alex wird im Laufe des Romans alle Gefühlsregungen die ein Mensch haben kann durchleben. Von Hoffnung und Liebe bis zur Verzweiflung und Hass. Der Autor stellt Alex dabei auf eine harte Probe, wie er mit seinem Leben und seinen Mitmenschen umgehen kann. Man sieht dabei, wie schwer es nicht nur für ihn ist Entscheidungen zu treffen, die nicht nur ihn, sondern auch seine Freunde betreffen, sondern auch, wie es für andere ist, diese zu akzeptieren. Es ist ein berührendes und auch schwieriges Thema, das der Autor hier aufgreift. Es gibt im Grunde kein richtig oder falsch, wie sich jemand zu verhalten hat, wenn er eine niederschmetternde Diagnose bekommt. Es geht hierbei auch um Akzeptanz besonderer Wünsche, aber auch, ob oder wie weit man Freunde und Familie damit belasten kann. Da der Autor für eine Woche in einem Hospiz arbeiten durfte, konnte er noch intensiver und auch emotionaler diese Geschichte schreiben. Er hat dabei einen angenehmen Schreibstil, wo man nicht nur, trotz ernstem Thema immer wieder ein Schmunzeln auf den Lippen hat, sondern auch von vielen Szenen berührt ist die wirklich zu Herzen gehen. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, wo man als Leser auch immer wieder Erlebnisse aus der Vergangenheit miterleben kann. An sich mag ich solche Handlungen gerne, wenn sie chronologisch verlaufen. Hier hat aber der Autor beide Zeitebenen sehr wild durcheinander gewürfelt, wo es manchmal nicht gleich ersichtlich war, zu welcher Zeit die Handlung spielt. Trotzdem ist es ein wunderschöner Roman, wo man erkennt, dass man nie die Hoffnung aufgeben soll und das Leben noch viele Überraschungen parat hat.
Träume auf der Löffelliste
von SaintGermain - 17.03.2021
Der 30-jährige Alexander Fink lebt glücklich mit seiner Freundin Lisa und hat sich zusammen mit seinem Freund Bene endlich den Traum vom eigenen Café erfüllt. Da erhält er die Diagnose Magenkrebs , an der sein Vater vor langer Zeit leidend seinem Tod entgegensah. Darum beschließt er Abschied von seinem Leben und seinen Freunden zu nehmen und in ein Hospiz zu ziehen, ohne, dass seine Freunde ihn besuchen oder kontaktieren können. Dort lernt er neben anderen auch den sterbenden Kasper kennen. Nach einiger Zeit muss sich Alex damit abfinden, dass er doch noch Lebenszeit bekommen hat, denn er hat keinen Magenkrebs - eine Fehldiagnose. Er versucht daher die Wünsche von anderen verstorbenen Hospizbewohnern selbst zu leben. Das Cover des Buches ist passend und sehr gut gelungen. Der Schreibstil des Autors ist primär gut; Orte und Protagonisten werden ausgezeichnet dargestellt. Der sensible Gesprächston und die mitfühlende Herangehensweise an dieses schwierige, aber wichtige Thema ist dem Autor ebenfalls perfekt gelungen, sodass das Buch nicht nur durch sehr emotionale Szenen, sondern auch durch Humor zu überzeugen weiß. Dazu durfte der Autor auch 1 Woche in einem Hospiz mitarbeiten. Dies merkt man auch in seiner Schreibweise, wie ich gut beurteilen kann, da ich selbst in dieser Branche tätig bin. Und es ist auch in der Realität so, dass viele Bewohner noch Wünsche haben - einige kann man erfüllen, viele aber leider aufgrund des Allgemeinzustandes oft nicht mehr, da man oft auch erst sehr spät davon erfährt. Positiv hervorzuheben sind auch die relativ kurzen Kapitel (inkl. Unterkapiteln), die dazu führen, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Und doch gibt es doch auch Kritikpunkte. Dass das Buch nicht rein chronologisch aufgebaut und auf 2 Zeitebenen spielt, ist bzw. wäre ja hervorragend. Allerdings wird in dem Buch sehr oft in der Zeit herumgesprungen. Vielleicht wäre es noch leichter gewesen, wenn eine Datumsangabe zu Beginn gestanden hätte, allerdings wäre ein chronologischer Aufbau des Buches (in 2 Zeitebenen) hier leichter zu lesen gewesen. Was mich auch etwas störte, war die feministische Form des Wortes Gastes Gästin , das zwar grammatikalisch stimmt, aber eigentlich nicht sehr oft, v.a. in diesem Zusammenhang verwendet wird. Für ein Debüt-Buch allerdings ist es trotzdem gut gelungen. Fazit: Tolle Geschichte mit wichtigem Thema sensibel, aber auch humorvoll verarbeitet. 4,5 von 5 Sternen
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