Gina Mayer's Reihe "Wilderland" hat mich absolut gepackt. Nachdem mich schon die ersten beiden Bände absolut begeistert haben, hat mir nun auch der dritte Teil sehr gefallen und wieder konnte ich das Buch nur schwer ablegen.
Wie auch schon in den ersten beiden Bänden wird die Geschichte aus der Perspektive von einem der 5 Jugendlichen erzählt. So erfährt man einerseits mehr über Beweggründe und Gedankengänge sowie die Position des Einzelnen in der Gruppe, und andererseits steigt die Spannung.
In diesem Teil sind die genmanipulierten Jugendlichen des Wilderland-Projektes, die alle ganz besondere Fähigkeiten eines Tieres vorweisen und mit dieser Tierart sogar kommunizieren können, weiterhin auf der Flucht vor der CIA und der gefährlichen, skrupellosen Wissenschaftlerin Sam Garcia.
Während sich Calum, Jasleen, Skye und Miro auf einer einsamen Insel in dem vermeintlichen Ferienhaus einer Verwandten verstecken, hat sich Petur der CIA ergeben und wird auf Schritt und Tritt überwacht.
Miro, aus dessen Perspektive dieser Band erzählt, kann seinen Schwarm einfach nicht vergessen und nutzt seine Chance, indem er Petur während eines seiner Eishockeyspiele aufsucht. Doch dieser Alleingang bleibt nicht ohne Folgen. Natürlich wird Sam Garcia auf den Jungen aufmerksam. Zwar stehen die Jungs von nun an wieder in regelmäßigem, heimlichem Telefonkontakt, allerdings riskiert Miro mit seinem Regelbruch die Sicherheit seiner Freunde.
Währenddessen versuchen Calum, Jasleen und Skye möglichst viele Infos über ihre Erzfeindin Sam herauszufinden. Zufälliger Weise kommt hier eine alte Bekannte ins Spiel. Dabei stoßen sie auf Hinweise, die nicht nur die Wissenschaftlerin in ein anderes Licht stellen, sondern auch Skye's Ziehvater.
'"Robert hat mich nach Strich und Faden belogen." Skye hatte wieder nach Mrs Drews Hand gegriffen und starrte auf das Bild ihres Adoptivvaters. "Auch in seinem Brief. Alles, was er geschrieben hat, war erstunken und erlogen."' (Buchzitat S. 160)
Es wird einerseits romantisch, aber auch andererseits wieder super spannend. Gleichzeitig stellt sich hier auch die Frage, wie weit würdest du gehen, um deinem Liebsten nahe zu sein? Wärst du bereit, deine Freunde im Stich zu lassen? Sie vielleicht sogar zu hintergehen?
Und was passiert, wenn du eines Tages feststellen musst, dass deine Familiengeschichte nahezu frei erfunden ist und du deine Eltern, deine eigentlich vertrautesten Bezugsmenschen, nicht wiedererkennst?
Eine ganz besondere, packende Reihe, auf dessen Fortsetzungen ich mich sehr freue. Gerade der vierte Band, der sich mit Skye beschäftigt, die auf mich noch recht geheimnisvoll wirkt, macht mich ganz neugierig. (erscheint im August)
Ich wünsche euch viel Spaß mit dieser großartigen Geschichte!