**Meine Inhaltsangabe:**
Skye, Calum und Miro mit seinem Luchs Rust verstecken sich in einem alten Ferienhaus auf einer Insel vor der kanadischen Küste und planen, wie es weitergehen soll. Wie sollen Sie Jasleen und Pétur aus den Fängen der CIA befreien? Doch dann müssen sie von jetzt auf nachher fliehen und geraten mit ihrem Boot in einen schweren Sturm. Miro und Rust gehen über Bord, jede Überlebenschance scheint dahin zu sein. Skye und Calum schaffen es an Land und quartieren sich in einem Sommer-Jugendcamp ein, ziemlich ratlos, was sie jetzt tun sollen und traumatisiert wegen Miros Schicksal. Lange haben sie jedoch keine Zeit, Trübsal zu blasen, denn ihre ständige Verfolgerin Sam Garcia hat sie ausfindig gemacht und erzählt Skye ein paar Wahrheiten über deren Vater. Die Kids suchen diesen auf, erfahren erneut einige Infos zum Projekt und Skye erfährt, dass ihr Vater nicht mehr lange zu leben hat. Wie sollen Sie damit umgehen? Wohin führt ihre Flucht sie nun?
Erster Satz: »Der Wind blies heute besonders stark.«
**Mein Eindruck:**
Endlich geht die Geschichte weiter, ich habe mich riesig darauf gefreut. Diesmal steht also Skye im Vordergrund, daher auch die Krähe auf dem Cover. Endlich erfahrt man ein bisschen mehr über die Sache mit ihrem Adoptivvater, es kommt ein bisschen mehr Licht ins Dunkle. Doch eigentlich passiert sonst tatsächlich nicht viel. Die Kids (nur noch drei, Jasleen und Pétur sind ja bei der CIA gefangen und kommen in diesem Buch gleich mal gar nicht vor, was ich ein bisschen schade finde) sind weiterhin auf der Flucht, haben so ihre Probleme mit sich selbst und untereinander und schaffen es trotzdem, den Profis immer irgendwie einen Schritt voraus zu sein. Das ist es auch, was für mich sehr unglaubwürdig rüberkommt. Die Jungs und Mädels sind um die 13 Jahre, also noch ECHT jung, kommen aber permanent rüber, als wären sie mindestens 17 oder älter. Ja, sie sind keine richtigen Menschen, sondern Hybride zwischen Tier und Mensch, dennoch sind sie dadurch ja keine Genies. Die Szenen im Camp lassen dann zum ersten Mal durchblitzen, dass es halt doch nur Teenies sind, was mir ganz gut gefällt. Wie gesagt, es passiert irgendwie nicht viel: sie fliehen, sie sind im Camp, sie suchen Skyes Vater auf, sie erfahren ein bisschen was. Fertig. Und nebenbei nähern sich Skye und Calum doch wieder einander an, also auch eine klitzekleine Lovestory inside. Da der Schreibstil lebendig und mitreißend ist und schönstes Kopfkino auslöst, war es mir wieder eine Freude, Wilderland weiterzulesen, auch wenn ich etwas mehr Action erwartet hätte. Ich hoffe auf den fünften und letzten Band und bin schon sehr gespannt auf das Finale. Von mir 4/5 Sterne. Wer neugierig geworden ist: unbedingt der Reihe nach lesen! Einen Band daraus separat zu lesen, ist keine gute Idee, da die Bücher unmittelbar aufeinander aufbauen.