Im Buch geht es um einen Polizisten, der seine Frau ermordet hat. Seine Frau litt unter einer schweren Alzheimer-Erkrankung und bat um Sterbehilfe.
Das Kuriose bei diesem Fall ist, dass man klären muss, was an den Tagen zwischen Tat und Selbstanzeige passiert ist. Zwei Tage, über die er schweigt und die Aussage verweigert. Zwei Tage, die die Ermittler aufklären wollen. Zwei Tage, die Hinweise enthalten auf die seltsame Botschaft, die er hinterlassen hat.
Das Buch ist spannend, weil bis zum Ende die Frage im Raum steht, was in den zwei Tagen passiert ist und ob er in absehbarer Zeit einen Selbstmord plant.
Die Erzählweise ist für mich eine neue gewesen. Der Perspektivenwechsel unterteilt das Buch. Ist die Geschichte aus einer Perspektive erzählt, wechselt es zur nächsten. Dennoch wird mit jeder neuen Perspektive die Geschichte weitergeführt. Die Personen der vorherigen Perspektiven tauchen auch wieder auf, aber nicht mehr als Erzählende Person. Wir begleiten die ersten Schritte der Ermittlungen beim Verhör, wechseln zum Staatsanwalt und danach zur Presse, dem beisitzenden Richter und dem Wärter.
Durch die Erzählweise bleibt das Buch spannend und man bekommt Stück für Stück neue Puzzleteile.
Mein Fazit: ein solider Kriminalroman, bei dem man bis zum Schluss rätseln kann. Keine Aktion, kein übermäßiges Blut vergießen. Ein Buch, das man gut zwischendurch lesen kann.