»Es ging rasend schnell von der Entdeckung des Virus bis zum Ausbruch der Pandemie und dem Moment, in dem das vollkommene Chaos ausbrach und sich alles aufzulösen begann.« (Seite 14)
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In der Stadt herrschen die Gangs, der Rechtsstaat ist nicht mehr in der Lage, für die Sicherheit der Bürger zu sorgen. Wer es sich leisten kann, flieht, der Rest versucht, so gut es geht, zu überleben. Colin Lowe rettet sich mit seiner Familie auf die Insel der Ratten, sein Sohn Brad allerdings terrorisiert zusammen mit seiner Bande die Menschen und macht auch vor Will Adams nicht halt, dem besten Freund seines Vaters. Als er dessen Tochter Amy in seine Gewalt bringt, schwört Will Rache und schmiedet einen perfiden Plan.
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»Andere wurden aus blanker Not zu Plünderern oder Gewalttätern. Und wieder andere - wie Colins Sohn Brad - aus reiner Lust.« (Seite 19)
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Jo Nesbø kreiert im vorliegenden Roman ein Szenario, das ich mir früher nicht hätte vorstellen können, das mir aber nach den Erfahrungen in der Realität in den letzten Jahren nicht mehr ganz so unwahrscheinlich erscheint. Nein, natürlich möchte ich nicht den Teufel an die Wand malen, aber Menschen sind nun einmal unberechenbar, was mir beim Lesen der Dystopie noch einmal deutlich vor die Augen geführt worden ist. Das Geschehen auf zwei Zeitebenen lässt keinen Zweifel daran, dass es ein großes Finale gibt, allerdings wird erst auf den letzten Seiten klar, wie dieses aussehen wird. Das Gute gegen das Böse, das Recht des Stärkeren gegen die Macht des Gerechten. Wie es ausgeht? Liest es selbst. Ich fand es großartig!