Mischung aus Horror und Fantasy - wirklich gelungen
Arthur Oakes studiert zusammen mit seinen Freunden am Rackham College in Maine (tatsächlich wo sonst in einem Buch aus der Familie King ^^) Durch einen wirklich sehr skurrilen Zufall (aber die solls immer wieder geben) wird er erpresst und soll kostbare Bücher aus der Bibliothek entwenden. Zusammen mit seinen Freunden, entwickelt er einen Plan, wie er dem entgehen kann. Durch Zufall gerät eines der Bücher wieder in seine Hände und damit die Möglichkeit den Drachen "King Sorrow" heraufzubeschwören. Allein diese Zeremonie nimmt jeder der Freunde anders wahr und auch King Sorrow selbst, scheint keine feste Form zu haben. Aber er ist das, was Drachen angeblich sind: nämlich listig und die Forderung der Gruppe war schwammig formuliert. Und so ist es jetzt an dem Drachen die jungen Erwachsenen zu erpressen, wenn ihnen ihr Leben lieb ist. Joe Hill scheint sich einiges von seinem Vater abgeschaut zu haben, denn er lässt sich Zeit, erst um die Figuren einzuführen, dann um die Geschichte voranzutreiben. Was sehr spannend ist, ist der Wechsel, der Hauptfigur. Anfangs ist es eindeutig Arthur, der im Mittelpunkt steht, doch der entschwindet in der zweiten Hälfte und lässt den anderen Platz auf der Bühne. Man bemerkt außerdem einen Bruch vom ersten in den zweiten Teil des Buches - sind es am Anfang viele kleine Episoden, die erzählt werden, nimmt eine einzige den zweiten Teil ein und man ist mittendrin.Tatsächlich fällt es schwer, hier zwischen düsterem Fantasy und Horror zu unterscheiden, manch Szenen sind schon gruselig, aber eben nicht durchweg. Eine gute Mischung würde ich sagen. Der Autor spielt zwar viel mit Stereotypen, aber es ist spannend zu lesen und ich bin gespannt, wie es im 2. Band weiter geht.