»Max Duttenhofer ein Elon Musk der Kaiserzeit? Für die einen war er ein moderner Visionär und Global Player, der ein Industrie-Imperium schuf. Für die andern ein machtgieriger, ausbeuterischer Kapitalist. Max von Duttenhofer, der Pulver-König von Rottweil, polarisiert bis heute. ( )
Reißer gelingt es, Duttenhofer und die Probleme der Zeit atmosphärisch dicht und teils schalkhaft humorvoll zu charakterisieren. «Neue Rottweiler Zeitung»Max Duttenhofers Existenz ist nahezu in Vergessenheit geraten, dabei gehörte er zu den mächtigsten Männern im Kaiserreich und zu den rätselhaftesten. «Der Spiegel»Mit vielen faszinierenden Details erzählt Reißer die Geschichte einer schicksalhaften Technologie als gespenstisch-berauschten, nie endend wollenden Karnevalszug. «Isabel Cole Fargo»Rüstungsindustrie, revisited: ein epochenumspannender Familienroman über Max Duttenhofer und die Pulverfabrik Rottweil. «Börsenblatt» Pulver ist clever, prall und packend. Reißer hat intensiv recherchiert, hat Detail- und Kontextwissen zusammengetragen. Er führt, anders als es jeder Historiker könnte, nah an die Person Duttenhofer heran, beleuchtet aber auch sein Umfeld und seine Zeit. So gelingt in der Freiheit des Fiktiven einerseits eine Charakterstudie, andererseits ein Epochen- und Sittengemälde: lebensnah, packend und zugleich fundiert und erhellend. Ein spannender, rundum mit Gewinn zu lesender, kurzweiliger Roman. Kurzum: Das Warten hat sich gelohnt. Johann Reißers Pulver ist ein Knaller. «Neue Rottweiler Zeitung»In seinem Romandebüt Pulver entwirft Reißer eine Geschichte, die bis ins Jetzt reicht. «Schwarzwälder Bote»Ein skrupelloser Turbokapitalist und einer der mächtigsten Männer des Kaiserreichs, der geradezu manisch nach Geld und Einfluss gierte, auf der anderen Seite mysteriös bis hin zu den Umständen seines Todes das war Max Duttenhofer (1843-1903), Pulverfabrikant aus Rottweil. Über die historische Person gibt es, abgesehen von einigen kurzen Einträgen in bayerischen und nationalen Biografieverzeichnissen, dementsprechend wenig. Reißer hat die Chance gesehen und den schwäbischen Industriellen mit reichem Innenspiel ausgestattet. «kulturnews»Johann Reißer gelingt es, die explosionsartigen Veränderungen in der damaligen Gesellschaft in Sprache zu fassen. [. . .]
Wer dieses Buch liest, wird den beißenden Geruch des Pulvers lange nicht aus seiner Nase und noch weniger aus seinem Kopf bekommen. Denn: Stärkt jemand, der Aktien eines westlichen Kampfdrohnen-Herstellers kauft, die Verteidigungsfähigkeit der Demokratie, oder ist er bloß schnöder Profiteur? Dazu liefert der beeindruckend kenntnisreiche Roman von Johann Reißer eine gute Diskussionsgrundlage. «Salzburger Nachrichten»Pulver ist ein Roman über den Aufstieg der deutschen Rüstungsindustrie ebenso wie über Narrative. Man kann die Geschichte so erzählen, dass Duttenhofer wie auch Bismarck Krankenversicherungen einführten, nicht um den Sozialisten das Wasser abzugraben, sondern um die Lebenssituation der Arbeiter:innen zu verbessern, genauso wie man die Aufrüstung Ende des 19. Jahrhunderts als notwendig darstellen kann, denn die Engländer und Franzosen schlafen auch nicht.
Reißer spannt einen weiten Bogen, erzählt die Geschichte der Pulverfabrik chronologisch von 1858 bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, mit einem Exkurs ins Jahr 2020. «taz»Johann Reißer entwirft in seinem Debütroman auch ein Panorama Deutschlands. Vor allem erzählt er, wie die Schießpulverfabrik eine ganze Stadt bestimmt. Pulver ist Wimmelbild, Sozialkritik, Industriegeschichte. «rbb »Orte und Worte«