Die Arbeit untersucht in Form einer qualitativen Kollektivbiografie mithilfe der vier Kapitalsorten nach Bourdieu die Lebenswelt von Adligen in der bayerischen Pfalz zwischen 1816 und 1914. Sie fragt, wie Adlige in einer Region agierten, die durch ihre Rechtslage für den Adel zu einem Laboratorium für die Herausforderungen der Moderne wurde.
Die Arbeit untersucht in Form einer qualitativen Kollektivbiografie die Lebenswelt von Adligen in der bayerischen Pfalz zwischen 1816 und 1914. Sie geht der Frage nach, ob nach der französischen Zeit eine Adelslandschaft in der Pfalz entstand, und beleuchtet, wie sich Adlige in einer Region gesellschaftlich positionierten, in der sie früher als anderswo keine rechtliche Sonderstellung mehr besaßen. Gerade diese Besonderheit machte die Pfalz im 19. Jahrhundert zu einem Laboratorium für die Herausforderungen, mit denen sich der Adel in der Moderne konfrontiert sah. Anhand der Sozialtheorie von Pierre Bourdieu analysiert die Studie das kulturelle, soziale, ökonomische und symbolische Kapital der Adligen. Vor dem Hintergrund der starken liberalen Bewegung in der Pfalz im 19. Jahrhundert fragt die Arbeit zudem nach der politischen Positionierung des Adels in der Region. Dissertationsschrift
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1: Einleitung - Kapitel 2: Nobilitiertes Bürgertum - Kapitel 3: Ur- und briefadlige Familien - Kapitel 4: Fazit