Kate & Anthony ...
Vor einiger Zeit hatte ich den ersten Band der Bridgerton-Reihe, "Der Duke und ich", gelesen und war nur wenig begeistert. Ich kenne die komplette Netflix-Serie, die ich liebe, und das Buch hatte mich deshalb irgendwie enttäuscht.Bei "Bridgerton 2 Wie bezaubert man einen Viscount?" von Julia Quinn war meine Enttäuschung sogar noch größer.Zum einen fand ich die Geschichte ziemlich langweilig. Gerade bei Kate und Anthony hatte ich nach der Serie deutlich mehr erwartet. In der Netflix-Adaption gibt es zwischen den beiden viel mehr Spannungen und dadurch auch wesentlich mehr Momente, in denen man mit den beiden mitfiebert. Im Buch kam diese Dynamik für mich kaum auf. Dazu wurden einige Szenen und Begebenheiten für die Serie so stark verändert, dass ich beim Lesen immer wieder den Eindruck hatte, dass mir genau das fehlte, was die Geschichte für mich auf dem Bildschirm so interessant gemacht hatte.Auch die Familie Bridgerton ist in der Serie viel präsenter. Im Buch bleiben die anderen Familienmitglieder dagegen teilweise erstaunlich weit im Hintergrund. Gerade das fand ich schade, denn für mich gehört diese Familie zu dem, was den besonderen Reiz der Bridgerton-Serie ausmacht.Was mich außerdem tatsächlich gewundert hat: Im Epilog werden bereits Informationen über spätere Beziehungen innerhalb der Familie verraten. Wer die Serie nicht kennt, wird an dieser Stelle also gespoilert. Die Autorin verrät nämlich schon, wer am Ende miteinander verheiratet sein wird - obwohl es sich dabei nicht einmal um das Paar handelt, um das es im nächsten Band hauptsächlich geht. Für mich war das ziemlich unnötig.Insgesamt hat mir dieser zweite Teil deutlich weniger gefallen als der erste. Wäre ich nicht so ein großer Fan der Netflix-Serie, würde ich die Bridgerton-Reihe an dieser Stelle wahrscheinlich abbrechen. Dafür bin ich dann aber doch zu neugierig auf die anderen Geschwister. Deshalb werde ich in den dritten Band zumindest einmal hineinlesen.©2026 adlatb