Allgemein hab ich es nicht so mit Krabbeltieren, vor allem mit den achtbeinigen, aber die beiden in der Geschichte sind wirklich niedliche und witzig. Auf der einen Seite gibt es Bisy, den mutigen Stubenfliegenjungen, der Einzelkind ist und von seiner Mutter überbehütet wird. Dabei traut er sich sogar bei einer Spinne einen Klingenstreich zu spielen und entkommt ihr gerade noch so. Auf der anderen Seite ist da Karl-Heinz, das Netzhäkchen der Spinnenfamilie, das immer mit seinen 5 Geschwistern teilen muss und dazu noch ständig geärgert wird, weil er noch an den Weihnachtsmann glaubt. Beide Jungen gehen fest davon aus, dass die jeweils andere Krabblerart sich kein schönes Weihnachtsfest haben wird, weil der Weihnachtsmann zu so einer Familie doch nicht kommt. Beider haben eine Idee, wie sie da Abhilfe schaffen können und dabei noch ihre Familien beeindrucken können.
Uns hat diese Geschichte aus der Kinderzeit von Bisy und Karl-Heinz wirklich gut gefallen. Es sind zwei völlig unterschiedliche Kinderstuben die hier vom Autor Kai Pannen gezeichnet werden und es ist sehr spannend zu verfolgen, was beide Kinder auf die Beine stellen, um Geschwister oder Cousin zu beeindrucken. Dabei begegnen sie sich zum ersten Mal und dieses Aufeinandertreffen verändert alles. An einigen Stellen ist die Geschichte auch furchtbar spannend, denn Spinnen sind für Fliegen natürlich super gefährlich. Gezeichnet ist das ganz in besonderen Illustrationen, die alles mit einem Augenzwinkern begleiten. Die Figuren sind sehr ausdrucksstark dargestellt und alles ist trotz einiger Pannen bei den Vorbereitungen sehr weihnachtlich. Ein schönes Buch, mit dem man seine Kinder und sich selbst auf unterhaltsame Weise in Weihnachtsstimmung versetzt. Durch die perfekte Kapitellänge eignet sich die Geschichte richtig gut, um sie im Advent oder an den Tagen vor Weihnachten als Betthupferl vorzulesen. Aber auch unabhängig von Weihnachten finde ich die Geschichte lustig und gerade für Fans der Reihe ist sie ein Muss. 5 Sterne