Von Großbritannien, Skandinavien und den Niederlanden hat man natürlich schon gehört. Aber wie ist es dort wirklich? Der Autor macht sich auf, diese nicht ganz so exotischen Länder und ihre Bevölkerung zu entdecken. Aber es sind nicht nur die Eigenheiten der Einwohner, die ihm auffallen, sondern genauso die anderer Besucher, die diese Länder auch kennenlernen möchten.
Großbritannien, Skandinavien, die Niederlande - das sind nicht gerade Weltreisen. Und auch wenn man selbst noch nicht dort war, kennt man vieles aus dem Fernseher, aus Zeitschriften und Büchern. Zumindest heute. Karel apek unternahm seine hier beschriebenen Reisen aber in den 1920er und 1930er Jahren. TV-Dokus gab es noch nicht, die (eher wenigen) Bilder in Zeitschriften zeigten nur Graustufen. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass der Autor damals deutlich weniger Vorwissen gehabt haben dürfte, als man heute von Touristen erwartet. Was er niederschreibt, sind keine durchgängigen Erlebnisse oder Tagebucheinträge, sondern einzelne Episoden. Die heute so populäre Political Correctness war noch nicht erfunden. Er bedient sich durchaus der mit den jeweiligen Völkern verbundenen Clichés, was die Erlebnisse deutlich unterhaltsamer macht. Alles wird völlig bewusst subjektiv geschildert, Objektivität gar nicht angestrebt. Ein Augenzwinkern schwingt zwischen den Zeilen stets mit. Ergänzt werden die Texte von selbst angefertigten Bildern des Autors, wobei es sich ursprünglich wahrscheinlich um Federzeichnungen handelt. Alles zusammen bietet eine kurzweilige, zuweilen vielleicht auch ein bisschen nostalgische Unterhaltung.
Fazit:
Diese bewusst subjektiven Reiseeindrücke aus den 20er und 30er Jahren des 19. Jahrhunderts sind äußerst unterhaltsam verfasst.