Für mich war hier leider noch etwas zu viel Luft nach oben, um mich beim Lesen wirklich mitzureißen und für die Geschichte zu brennen.
Worum geht's?Als Ausgestoßene in ihrem Dorf hat es Kiara alles andere als leicht, über die Runden zu kommen. Umso überraschter ist sie daher, als ausgerechnet sie für eine gefährliche Mission rekrutiert wird - und dabei nicht nur mitten hinein in eine tödliche Gefahr stolpert, sondern auch Gefahr läuft, ihr Herz zu verlieren.Meine MeinungDie Idee einer starken Protagonistin in einem ungewöhnlichen Setting überzeugt mich eigentlich immer, weshalb meine Erwartungen an dieses Buch durchaus hoch angesetzt waren. So ganz erfüllt wurden diese dann aber leider nicht, auch wenn ich durchaus Potenzial in dieser Geschichte gesehen habe.Der Schreibstil an sich war sehr nett zu lesen, ich habe mich nirgendwo großartig aufgehangen und bin ziemlich flüssig durchgekommen. Der Weltenbau hat mich dann jedoch eher enttäuscht, da ich auch für einen Dilogieauftakt viel zu wenig Informationen zur Welt und ihren Regeln bekommen habe und darüber hinaus stellenweise auch den Eindruck hatte, dass nicht mal die Figuren selbst so ganz wussten, wie ihre Welt eigentlich funktionieren sollte. Beim Setting wurde daher meiner Meinung nach eindeutig zu viel Potenzial verschenkt, denn das Grundgerüst hätte mit einer fundierteren Ausarbeitung sicherlich mein Interesse halten können.Auch die Charaktere kamen mir stellenweise eher unbeholfen vor, was es mir schwer gemacht hat, sie als Helden und mutige Figuren wahrzunehmen. Insbesondere Kiara hat auf mich nicht so besonders gewirkt, wie mir die Geschichte weismachen wollte, was es mir dann wiederum schwer gemacht hat, wirklich mit ihr mitzufiebern. Neben dieser sehr klischeehaften Rolle der praktisch allmächtigen, aber eigentlich ja so normalen Auserwählten hat mich außerdem gestört, dass sich die Liebesgeschichte zwischen ihr und Jude so erzwungen angefühlt hat.Das Anschneiden aller vorhandenen Tropes wären meiner Meinung nach daher eigentlich nicht nötig gewesen, da es für ein Buch sicherlich gereicht hätte, die Nebenfiguren besser auszuarbeiten und sich auf die Entwicklung der Freundesgruppe und ihrer Beziehungen untereinander zu konzentrieren. Für mich persönlich konnte daher auch das Ende nicht mehr besonders viel herausreißen, da ich nach dem Cliffhanger zwar durchaus wissen will, wie es weitergeht, mir aktuell durch meinen mangelnden Lesespaß bei dieser Geschichte aber leider die Motivation fehlt, direkt mit Teil zwei weitermachen zu wollen.FazitSo sehr wie ich dieses Buch auch mögen wollte, richtig überzeugt bin ich im Nachhinein leider nicht. Figuren und Weltenbau waren für mich persönlich zu blass und unausgereift, um mich wirklich mitreißen zu können, auch wenn ich durchaus Potenzial in der Idee gesehen habe. Die Autorin möchte ich daher für mich noch nicht abschreiben, ob ich Band zwei lesen werde, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht.Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.