Wieder einmal gemerkt High Fantasy ist nicht so meins
In "To Kill a Shadow" von Katherine Quinn bin ich ohne große Erwartungen eingetaucht - und wurde von der düsteren Atmosphäre überrascht. Die detailreichen Kämpfe haben das Geschehen spannend gemacht. Von Anfang an war ich schnell in der Geschichte, da es direkt losging und die Protagonistin Kiara sofort ins Geschehen geworfen wurde.Allerdings fehlte mir bis kurz vor Ende die Chemie zwischen Kiara und Jude, was den Mittelteil etwas schleppend machte. Hier schien der Fokus mehr auf der Romanze zu liegen, was ich nicht so recht nachvollziehen konnte. Auch die Altersangaben der Rekruten waren verwirrend; manchmal dachte ich, sie seien kaum älter als 12, während sie in anderen Szenen viel reifer wirkten. In puncto Nebencharaktere hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.Das Setting ist ebenfalls nicht ganz überzeugend. Die Idee eines Königreichs, das seit 50 Jahren in Dunkelheit und Elend lebt, wirft Fragen auf. Wie konnten die Menschen überleben, wenn es keine Sonne gab und alles verdorrte? Die Beschreibungen von Farben in dieser düsteren Welt schienen nicht zusammenzupassen.Trotz dieser Punkte war das Ende packend und hat Lust auf mehr gemacht, auch wenn ich gemerkt habe, dass High Fantasy nicht wirklich mein Genre ist. Es bleibt spannend, aber es gibt auch viele unbeantwortete Fragen, die die Neugier wecken.