Dieses Ei/Vogel-Bilderbuch mit seinem charmanten Ende macht schon durch sein schlankes Hochformat auf sich aufmerksam.
Übers vordere Vorsatzblatt und erste Seiten sehen wir blauen Himmel, Sanddünen. einen Leuchtturm und Wellen, die sich am Strand brechen.
Dann landet ein Vogel(Kiebitz) von oben und entdeckt im Sand etwas, was jeder Vogel furchtbar findet: ein einsames Ei: ganz ohne Nest, Elternvögel o.ä.
Die herbeigerufenen vielen anderen Vögel sind aber auch nicht zuständig - zu ihnen allen gehört das Ei nicht und so beginnt schon die Sonne unter zu gehen,
als Leben in das Ei kommt.
Es wackelt, beult sich aus und sie merken, das die Eierschale weich ist(na so was...), Risse bekommt und dann schlüpft eine kleine Meeresschildkröte - wer hätte das gedacht?!
Die Mini-Schildkröte aber läuft im Schein des aufgehenden Viertelmondes schnell los Richtung Wellenkante und Kiebitz&Co. wünschen ihr Glück und gute Reise!
Lena Mühlemanns klare Illustrationen - in reduzierter Schablonentechnik mit leuchtend bunten Farben gestaltet - zeigen uns eine vielfältige Vogelwelt( die auch nicht alles weiß).
Der Text läuft in einem weißen Balken unter den Bildern durch und macht mit schnörkellos-flotten Reimen fast durchgängig Vorlese-Spaß.
Da das Ei aussah wie ein Tennisball, hatten meine Kitakinder (4-6J.) schon Ideen, wer/ob da (was) drin steckt, fanden aber das Ende trotzdem super und die oft amüsant dargestellten Vögel (fast) alle nett.
Schon für Lütte ab 3 ein sprachspielerischer Bilder-Spaß!