Durchschnittliche Geschichte mit einem überraschenden Ende.
Ist es wirklich dieses Leben das Con und Sorcha sich vorgestellt haben, als die beiden in den 1960er Jahren Irland verlassen und in London zusammen ein neues angefangen haben?Zwischen kreischenden Groupies, Megakonzerten, dem Umherreisen und einem zunehmend missgünstigen Umfeld scheint das Glück von Con und Sorcha mehr und mehr abhanden zu kommen. Vor allem Sorcha zahlt einen hohen Preis für diesen Erfolg. Will sie Con weiterhin regelmäßig sehen, muss sie ihre Chancen auf eine Modellaufbahn, auf einen eigenen Verdienst, aufgeben, bevor sie richtig begonnen hat. Sind sie im goldenen Käfig, im Saus und Braus tatsächlich glücklicher und zufriedener als in ihren ersten, bescheidenen Zeiten in London? Für Con hat Sorcha alles aufgegeben. Ihre Heimat in Irland, ihre Familie, ihre Freundinnen. Nur Helen, die sie gehofft hatte, nie mehr wieder zu sehen, wird in London zu ihrer Stütze bis zu jenem verhängnisvollen Nachmittag im Aufnahmestudio.Das Ende dieses Buches war für mich bis zum letzten Augenblick unvorhersehbar, was es vor allem im letzten Abschnitt wahnsinnig spannend machte. Es gibt Verstrickungen in den Handlungen, die sehr kreativ sind und auf die ich bis zur Auflösung am Schluss nicht gekommen bin. Davor hatte ich ab und an Mühe mit den Charakteren. Mit ihnen wurde ich die ganze Geschichte über nicht richtig warm. Vielleicht liegt dies auch an der Zeit, in welcher das Buch spielt.Mit der toxischen und manipulativen Männlichkeit, dem Missgunst und einem stalkenden Typen hatte ich Mühe, jedoch ist mir auch bewusst, dass solches Verhalten in den 60er Jahren noch geduldeter war als heute. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und den Zeitabschnitten konnte ich gut folgen. Alles in allem ein gelungener, kurzweiliger Roman der gegen Ende hin krimiähnliche Züge annimmt.