Ein Buch über Triest und seine Einwohner
Bambino, mit bürgerlichem Namen Mattia Gregori, erhält seinen Spitznamen aufgrund seines kindlichen Gesichts und seines fehlenden Haarwuchses. Als junger Mann entdeckt er, dass seine Mutter nicht seine leibliche ist, doch sein Vater weigert sich, ihm die Identität seiner wahren Mutter zu verraten. Auf der Suche nach ihr gerät er auf die schiefe Bahn, schließt sich zunächst den Faschisten an, zieht dann in den Krieg gegen Griechenland und kooperiert schließlich mit der SS. Als Tito die Stadt übernimmt, muss er für seine Gräueltaten büßen und wird gefangen genommen. Auch dort gelingt ihm die Flucht, allerdings nur unter der Bedingung, dass er ehemalige Faschisten denunziert.
Was ihm noch alles widerfährt, müsst ihr selbst herausfinden.
Das Buch bietet einen faszinierenden Einblick in die Geschichte Triests, was mir sehr gut gefallen hat. Bambino fand ich schrecklich unsympathisch, aber das soll er wahrscheinlich auch sein. Wie kann jemand, der solche Taten verübt, nett sein? Wieder einmal ist es Marco Balzano gelungen, ein spannendes Buch über einen Teil italienischer Geschichte zu schreiben, das den Leser von der ersten Zeile an fesselt.
Ich empfehle es allen, die sich für Geschichte und Italien interessieren, wärmstens weiter.