Das Buch untersucht anhand von Interviews die Beschaffenheit interkultureller Kompetenz und differenziert einen Ansatz zu ihrer Beschreibung im Kontext internationaler Studierender an einer deutschen Hochschule aus. In Abgrenzung zur quantitativen Erfassung bietet es zudem eine Methode zur Rekonstruktion individueller interkultureller Kompetenz.
Interkulturelle Kompetenz ist anerkanntermaßen ein komplexes Konstrukt. Dies führt zu Schwierigkeiten in der Theoriebildung. Es existieren zwar einige Modelle, die versuchen, das Konstrukt abzubilden; diese basieren aber zumeist allein auf theoretischen Überlegungen. Versuche der empirischen Untermauerung finden sich nur unzureichend. Empirische Verfahren zur Erfassung interkultureller Kompetenz wiederum sind zum Teil problematisch, da sie - oftmals quantitativ ausgerichtet - wesentliche Gütekriterien nicht erfüllen. Die Untersuchung reagiert auf beide Desiderata: In Abgrenzung zu den gängigen quantitativen Verfahren rekonstruiert sie die interkulturelle Kompetenz von internationalen Studierenden auf der Grundlage von qualitativen Interviews. Die Studie erprobt hiermit einen neuen Ansatz für die Beschreibung interkultureller Kompetenz. Grundlage der Rekonstruktionen ist ein eigenes Modell, das, wie die Autorin anhand vieler Beispiele belegt, in all seinen Komponenten empirisch abgesichert ist. Dissertationsschrift
Inhaltsverzeichnis
Inhalt: Empirisch hergeleiteter Ansatz zur Beschreibung interkultureller Kompetenz - Empirische Aufarbeitung theoriebasierter Annahmen über Zusammenhänge der Bestandteile interkultureller Kompetenz - Methode zur Rekonstruktion individueller interkultureller Kompetenz.