Rona ist Mutter und mit ihrer Mutterrolle überfordert. Rona ist Ehefrau, doch sie macht sich darüber Gedanken, ob das Band zwischen ihr und ihrem Mann Gidi vielleicht nur noch der gemeinsame Sohn bildet. Rona ist Schriftstellerin und Gidi gibt ihr den Freiraum einen neuen Bestseller zu schreiben. Doch das will nicht gelingen, denn Rona hat eine Blockade. Und vielleicht waren ihre bisherigen Werke doch nicht das Gelbe vom Ei? Aber nein, sie hatte doch Wettbewerbe gewonnen! Sie, Rona, wortgewandt, intelligent sie kann und sie muss etwas Neues erschaffen!
Rona ist Freundin und ihre beste Freundin Gitit liebt Romance-Bücher, die sie Rona begeistert empfiehlt. Ist es Literatur oder Schund? Rona will es wissen! Zögerlich nähert sie sich den verrufenen Romance-Romanen und taucht, wider ihrer eigenen Erwartung, gänzlich in diese ein. Sogar ihr Liebesleben mit ihrem Mann wird dadurch beflügelt.
Und plötzlich ist Rona inspiriert und nimmt an einem Romance-Schreibwettbewerb teil, den sie auch gewinnt! Als sich daraufhin ein Verlag bei Rona meldet und ein enorm erfolgreiches Buch von ihr unter einem Pseudonym veröffentlicht wird, ist Rona ratlos. Ihr Mann Gidi weiß nämlich nichts davon, denn in den snobistischen Gefilden, in denen er und Rona sich normalerweise aufhalten, haben Romance-Romane eher einen niederen Stellenwert.
Die Sprache in diesem Roman ist mal einfach und flüssig, mal kompliziert und überladen, sodass ich mache Textabschnitte zweimal lesen musste, um diese richtig zu verstehen. Des Öfteren hatte ich mich dabei erwischt ganze Kapitel zurückgeblättert zu haben, weil ich mich nicht daran erinnern konnte, was ich am Tag zuvor gelesen hatte. Lag es mir? Ist mein Hirn zu schwammig und zu überfordert, um Texte, wie sie in diesem Buche stehen, zu verstehen und denen lockerflockig zu folgen? Ich liebte es und ich hasste es zugleich. Kurzum: Es hat mich ein klein wenig herausgefordert und das fand ich am Ende doch ganz okay, denn wäre es langweilig oder so gar nichtssagend gewesen, hätte ich es nicht zu Ende gebracht es bis zum Schluss zu lesen. Die Figuren des Romans jedoch bleiben von Anfang an gänzlich unnahbar und zum Teil auch unsympathisch. Bewertung: 3,5 Sterne