Leben wir in einer hochmütigen Zeit? Von Trump bis Putin sind Selbstüberschätzung und Größenwahn in Mode. Ausgehend vom "Sündenfall" im Paradiesgarten spielt Nora Bossong Formen des Hochmuts bis in die Gegenwart durch. Von Augustinus bis Carl Schmitt, vom Narzissmus bis zum Hochstapler, vom revolutionären Potenzial sozialer Bewegungen bis zum Verlust der Demut. Hochmut ist umstritten, er kann gefährlich sein und lächerlich, aber braucht es für jede Art von Fortschritt nicht auch Anmaßung und Überheblichkeit? Dürfen wir unbescheiden streben? In dieser glänzenden philosophisch-essayistischen Erkundung wird Hochmut zu einem Hebel, mit dem wir die Mächtigen vom Sockel stoßen.
Nora Bossong, 1982 in Bremen geboren, schreibt Lyrik, Romane und Essays, für die sie mehrfach ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem Joseph-Breitbach-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis. Sie hat einen Bachelor in Theologie und lebt in Berlin.
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