Trägheit wird meist mit Faulheit verwechselt, was daran liegt, dass es echt anstrengend ist, die genauen Unterschiede nachzuschlagen. Und so leiden wir im Gegenwarts-Deutschland an dem furchtbaren Missverständnis, Faulheit könnte tatsächlich eine Sünde sein. Dabei hat wirklich kein Kirchenvater je etwas gegen Lifestyle-Teilzeit gesagt. Die echte Trägheit wiederum, großes Problem. Denn sie steht für Melancholie und Überdruss, für Angst und für Aktionismus, der vom Wichtigen ablenkt, der eigenen Bestimmung, oder kurz: vom Leben. Zwei Autoren, die in Sachen Müßiggang alle Kosten und Mühen sparen, schreiben über Arbeit und Achtsamkeit, Wachstum und Eucharistie, über Effizienz, KI und unsere allzu trägen Herzen.