Inhaltsangabe:Sarah Wolff ist mit ihrer Tochter Ruby von Frankfurt nach Berlin gezogen, um ein neues Leben zu beginnen. Ihr Ex-Mann sitzt ein, weil er als Kinderwagen-Killer die Babys mit Säure überschüttet hatte. Sie war völlig ahnungslos, bis er versuchte, seine eigene Tochter zu töten.In Berlin hat Sarah ihre Anwaltstätigkeit aufgegeben und betrieb einen kleinen Kiosk. Inzwischen sind ein paar Jahre ins Land gegangen und nur gelegentlich hat sie mit ihrer Angst - der Monophobie (Angst vor Einsamkeit)- zu kämpfen. Vor allen Dingen, wenn ihre Tochter mit der Schule unterwegs ist.Gerade ist Ruby mit dem Schulorchester unterwegs, als in ihrem Haus plötzlich Dinge passieren. Sie glaubt, jemand ist während ihrer Abwesenheit in ihrem Haus und erledigt Dinge für sie. Es wird immer absurder und sie glaubt zu wissen, wer in ihrem Haus geistert ...Mein Fazit:Herr Fitzek bleibt sich selbst treu.In gewohnt kurzen Kapiteln hat er eine spannungsgeladene Geschichte um eine Frau aufgebaut, die bei den ganzen Geschehnissen kurz davor ist, ihren eigenen Verstand zu verlieren. Ein Stalker stellt ihr nach und sie weiß nicht, wer es ist und was er als nächstes vorhat.Sarah leidet seit ihrer Kindheit an Monophobie, sie hat Angst vor dem Alleinsein und befindet sich seither in Therapie. Ein Therapieansatz war, alle schlechten Erlebnisse in ein "Dunkelbuch" aufzuschreiben. Das hat Sarah damals getan. Das "Dunkelbuch" verschwindet plötzlich und wird seither als Drehbuch für perfide Folter und Morde verwendet. In diesem Buch stehen die Rache-Gedanken einer Jugendlichen.Aber es passieren noch mehr merkwürdige Dinge, so das Sarah einfach nicht wirklich schlau daraus wird. Sie bittet mehrfach die Polizei um Hilfe, doch sie gerät selbst in die Fänge des Stalkers. Wer ist der "Nachbar", der Sarahs Leben plötzlich so schwer macht?Sarah ist zwar eine etwas verschrobene Figur, aber nicht so sehr wie die Protagonistinnen der letzten Thriller. Mir tat sie schon fast leid und ich wollte ebenso wie sie wissen, wer dahintersteckte und warum. Dabei lernte ich u.a. den Begriff "Kriechkeller" kennen (will man nicht haben - glaube ich). Natürlich wurden wieder mal falsche Fährten gelegt und fiese Cliffhanger gesetzt, so dass man immer noch ein Kapitel mehr lesen musste.Die Auflösung ist genial wie auch bestürzend. Fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung gibt es von mir und mal sehen, was sich der Autor als nächstes einfallen lässt.