2 anfangs unterschiedliche Fälle verweben sich zu einem:die Stellvertretermorde und die Bedrohung einer Feministin. Holly Gibneys 4.Auftritt
Die Geschichte vereint zwei Einzel-Kriminalgeschichten, bei denen man sich zu Beginn fragt: warum hat der Autor diese beiden Geschichten in einem Buch zusammengefasst?Denn einerseits ist da der "Stellvertretermörder", der unschuldige Menschen, stellvertretend für Jury, Richter und Staatsanwalt des Alan Duffrey-Prozesses, umbringt. Denn Duffrey wurde verurteilt und 3 Jahre später im Gefängnis ermordet, obwohl er immer seine Unschuld beteuert hat. Und vor einem Jahr sogar derjenige, der ihm gefälschte Beweismittel untergeschoben hat, aufgrund einer unheilbaren Krebserkrankung die Wahrheit gesagt und dem Staatsanwalt in einem Brief geschrieben hat.Und dann ist da noch die feministische Rednerin Kate McKay, die sich dafür einsetzt, dass Abtreibung nicht verboten ist, die massiv bedroht wird. Und auf deren Assistentin sogar ein Anschlag verübt wurde, aufgrund einer Verwechslung.Man denkt sich die ganze Zeit: warum diese beiden Geschichten? Wie hängt das zusammen? Zuerst in Form von Holly Gibney, eine Privatermittlerin, die als Personenschützerin für Kate McKay engagiert wurde und die mit Izzy Jaynes befreundet ist - jene Polizistin, die bei den Stellvertretermorden ermittelt.Erst nach und nach decken sich die wahren Zusammenhänge auf.Izzy fand ich anfangs eine starke Persönlichkeit, doch sie gerät mit der Zeit in den Hintergrund, denn Holly wird zum "Star". Sie wird nicht umsonst von Izzy "Sherlock Holmes" genannt, denn sie hat ein super Auffassungs- und Kombinationsgabe. Sie ermittelt nicht nur im Falle der Stalkerin von Kate, sondern denkt auch immer wieder über die Stellvertretermorde nach. Und SIE ist es, der einige Puzzlestücke auffallen. Nicht Izzy (oder anderen offiziellen Ermittlern - denn wie es so ist, streiten sich die Behörden darum, wer zuständig ist.)Diese Geschichte ist der mittlerweile vierte Teil, in dem Holly eine (Haupt-)Rolle spielt. Ich kenne die anderen Bände nicht, aber das stört überhaupt nicht. Einiges wird erwähnt, sodass man Lust bekommt, das ein oder andere Buch noch zu lesen.Die Auflösung gipfelt in einem fulminanten Showdown, der mir dann doch ein bisschen zu viel war.Fazit:Ich mag es, wie die anfangs scheinbar unzusammenhängenden Fälle dann zusammenlaufen und dass mit Holly eine taffe Protagonistin die Zügel in die Hand nimmt.