Jeden Sommer fahren die drei Schwestern Jenni, Sonja, Mo und Kaja mit ihren Eltern nach Langeoog. Bis zu jenem letzten Sommer. 1998. Die achtzehnjährige Jenni gibt oft den Ton an, während die erst sechsjährige Kaja gerne mithalten möchte, es wegen ihrer Jugend manchmal einfach nicht kann. Sonja und Mo sind die dazwischen, wobei Sonja seit diesem Jahr irgendwie zu den Älteren gehört. Ein cooler Sommer mit der Langeoog-Freundin, den Jungs, Strand und was es auf der Insel sonst noch gibt. Doch Jenni will immer häufiger mit den Jungs abhängen. Und auch zwischen den Eltern scheint nicht alles rund zu laufen.Auf zwei Zeitebenen ist dieser Familienroman. Im Jahr 2018 treffen die vier Schwestern zum ersten Mal seit langem wieder zusammen. Ihre jüngst verstorbene Mutter wollten sie gemäß deren Wunsch auf Langeoog bestatten. Natürlich kommen da Erinnerungen hoch an jenen Sommer 1998, nachdem sich alles geändert hat. Wie war es zwischen den Schwestern und ihren Eltern? Könnte es nicht wieder so werden wie es einmal war? Wahrscheinlich nicht, aber wenn sie wieder wie richtige Schwestern wären das wäre toll. Ob allerdings alle der Schwestern die gleichen Wünsche hegen, ist nicht von vornherein klar.Die Lieblingsinsel Langeoog spielt eine nicht unbedeutende Rolle in diesem Debütroman. Man kann die Liebe zur Insel mitempfinden. Auch das Gefüge zwischen den Schwestern ist spannend geschildert. Zum einen kämpfen sie um ihre Positionen, zum anderen stehen sie zusammen, wenn Not an der Frau ist. Dann noch die Probleme der Eltern, von denen die Mädchen eigentlich nichts wissen sollen. Ein Sommer, der beginnt wie er im Buche steht, und der dann so lebensverändernd wird, dass sie Schwestern ihre enge Beziehung auch nach zwanzig Jahren noch nicht wiedergefunden haben. Hin und wieder scheint es etwas zu viel, das eine oder das andere hätte gereicht, könnte man denken. Und dennoch werden einem die Schwestern sympathisch und manche Szenen sind berührend beschrieben, so dass man diesen Familienroman gerne empfehlen kann.