Das Buch Die Langohrbande von Traudl Bünger ist ein Kinderkrimi mit starkem Fokus auf das Thema Tierwohl.
Ella darf ihre Ferien gemeinsam mit ihren Freundinnen auf dem Birkenhof verbringen. Der Birkenhof ist ein Gnadenhof, der von Claudine betrieben wird. Dort werden Tiere aufgenommen, aufgepäppelt und bekommen ein liebevolles Zuhause. Für Ella gibt es kaum etwas Schöneres, als beim Füttern und Versorgen der Tiere zu helfen.
Eines Tages wird eine schwer verletzte Henne auf Claudines Hof gebracht und damit beginnen die Probleme. Schon bald finden die Kinder heraus, woher die Henne stammt, denn ihr Besitzer fordert sie zurück. Claudine zahlt ihm schließlich einen ungewöhnlich hohen Preis, sodass die Henne vorerst gerettet ist. Doch kurz darauf verschwindet Claudines gesamtes Geld, das sie in einem Glas aufbewahrt hat. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Ella und ihre Freundinnen beginnen selbst zu ermitteln. Mit viel detektivischer Kleinarbeit machen sie sich auf die Suche nach dem Täter und kommen ihm schließlich auf die Spur.
Das Buch erzählt eine warmherzige Geschichte, die Kinder behutsam an wichtige Themen wie Tierwohl, Freundschaft und Zusammenhalt heranführt. Auch wird deutlich, dass auf dem Birkenhof das Geld immer knapp ist. Gemeinsam mit ihren Eltern entwickeln die Kinder schließlich eine Idee: Für die Tiere sollen Patenschaften übernommen werden.
In die spannende Suche nach dem Täter werden diese Themen ganz nebenbei und sehr natürlich eingebunden. Besonders schön fand ich, wie engagiert sich die Mädchen für die Tiere einsetzen und mit wie viel Freude sie bei der Arbeit auf dem Birkenhof helfen.
Für mich ist Die Langohrbande eine nette Geschichte, die Kindern wichtige Werte vermitteln kann. Zudem lässt sich das Buch leicht lesen und wird durch liebevolle Illustrationen aufgelockert.
Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung!