Mit Schwermutmacher lässt der Autor, laut Klappentext, keine metadiskursiven Mitteilungen über Melancholie folgen, sondern solche aus der Innenperspektive, die, mal Schwermut machend, mal schwer Mut machend, über die Stränge schlagend und auf Resonanz aus sind . In den zwei etwa gleich langen Teilen des Bandes geben sich Gedichte und Aphorismen ein Stelldichein. Wobei, wie Horstmann dem Rezensenten einmal mitgeteilt hat, die Gattungsgrenzen produktionsästhetisch fließend seien: Manche der aphoristischen Entwürfe evolutioniert der Autor zu Versen der umgekehrte Weg dagegen werde praktisch nie beschritten.
Frank Müller, Literaturkritik
Horstmann schärft den bösen Blick auf die Menschheitsgeschichte.
Die Zeit
Der , Einfallstor' Horstmann, der sich hier als , Sprinter und Kurzstreckler' vorstellt, vertritt seit je die Wortspielfraktion, aber auf eine nicht nur sehr eigene, launige, bisweilen skurrile, sondern eben auch erkenntnisreiche Art. (. . .) Er hat bei der Sprache immer gewissermaßen neben ihrer Seele (der Bedeutung) den Leib (ihren Klang) im Ohr und im Geist; neben ihre Mitteilungs- und Darstellungsfunktion treten konsequent ihre poetische Funktion und ihr Klangkörper.
Friedemann Spicker, Deutsches Aphorismus-Archiv (DAphA)