Der Jurist Fritz Bauer (1903 1968) leitete als Generalstaatsanwalt
in Frankfurt am Main ab 1959 ein Ermittlungsverfahren gegen
vormalige Angehörige und Führer der SS-Wachmannschaft
des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz ein, und
im Dezember 1963 wurde der erste Auschwitz-Prozess gegen 22
Angeklagte vor dem Landgericht Frankfurt eröffnet. Als Bauer
Kenntnis vom Aufenthaltsort von Adolf Eichmann in Argentinien
bekam, setzte er sich mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst
Mossad in Verbindung, da die deutschen Behörden, trotz
vieler konkreter Hinweise, alles unterließen, den NS-Verbrecher
in Deutschland vor Gericht zu stellen.